07 February 2026, 23:12

Zerstörerischer Kinderspaß in der Breitachklamm: Wer schützt die Eisformationen?

Ein kleiner Wasserfall in einem schneebedeckten Wald, mit Eiszapfen an den Felsen und schneebedeckten Bäumen im Hintergrund.

Zerstörerischer Kinderspaß in der Breitachklamm: Wer schützt die Eisformationen?

Ein jüngster Vorfall in der Breitachklamm wirft Fragen zum Verhalten von Besuchern in der beliebten Naturattraktion auf. Zwei Kinder wurden dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und damit Eisformationen beworfen, während ihre Eltern nicht eingriffen. Die Schlucht, eine 150 Meter tiefe Klamm bei Oberstdorf-Tiefenbach, zieht jährlich zahlreiche Touristen mit ihren spektakulären Wegen und der beeindruckenden Landschaft an.

Seit 1905 ist die Klamm für die Öffentlichkeit zugänglich – eine Initiative, die auf einen Vorschlag des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel zurückgeht. Ihre Entstehung datiert etwa 10.000 Jahre zurück, als der zurückweichende Breitachgletscher die steile Schlucht formte. Heute erkunden Besucher auf Rundwegen und Höhenpfaden rund um Breitach und Engenkopf die Naturattraktion. Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder.

Ein Nutzer auf Reddit kritisierte kürzlich das Verhalten einiger Touristen und wies auf Schäden an den Eisformationen hin. Zwar greift das Personal ein, wenn es schwere Zerstörungen beobachtet, die Klammverwaltung stuft abgebrochene Eiszapfen jedoch nicht als ernsthaftes Problem ein.

Von Oberstdorf-Tiefenbach sowie aus dem Kleinwalsertal gut erreichbar, bleibt die Klamm ein beliebtes Ausflugsziel. Offizielle Besucherzahlen für 2026 lagen Anfang Februar jedoch noch nicht vor.

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Der Vorfall wirft die Frage nach der Eigenverantwortung von Besuchern in geschützten Naturgebieten auf. Das Personal überwacht die Anlage weiterhin, doch die Verwaltung betont, dass kleinere Schäden wie abgebrochene Eiszapfen keine erhebliche Bedrohung darstellen. Eintrittspreise und Zugangsregelungen bleiben vorerst unverändert.