Zeitumstellung 2023: Wie sie Arbeitszeiten und Löhne in Deutschland beeinflusst
Elfie ZiegertZeitumstellung 2023: Wie sie Arbeitszeiten und Löhne in Deutschland beeinflusst
2023 stellt Deutschland zweimal die Uhr um – mit Folgen für Arbeitszeiten und Löhne
Im Jahr 2023 werden in Deutschland zweimal die Uhren umgestellt, was sich auf die Arbeitszeiten und das Gehalt einiger Beschäftigten auswirken kann. Die erste Umstellung erfolgt in der Nacht vom 26. auf den 27. März, wenn die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden. Die zweite Anpassung folgt in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober, wenn die Uhren wieder zurückgestellt werden. Je nach Arbeitsvertrag können sich dadurch Schichtlängen und Löhne ändern.
In der Nacht vom 26. auf den 27. März springt die Uhr von 1:59 Uhr direkt auf 3:00 Uhr – der Tag wird somit um eine Stunde kürzer. Arbeitgeber dürfen Beschäftigte nicht einfach dazu verpflichten, diese verlorene Stunde nachzuarbeiten, es sei denn, dies wurde vorher vereinbart. Stundenweise Beschäftigte könnten dadurch einen geringfügigen Lohnverlust erleiden, sofern ihr Vertrag solche Fälle nicht abdeckt.
Die Herbstumstellung in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober verlängert den Tag dagegen um eine Stunde. Arbeitgeber können verlangen, dass Schichten bis zum geplanten Ende durchgeführt werden, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Ob Beschäftigte die zusätzliche Stunde jedoch tatsächlich arbeiten müssen, hängt von ihren Verträgen ab. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Überstunden in der Regel extra vergütet werden müssen, sofern sie nicht bereits durch das Bruttogehalt oder ein Arbeitszeitkonto abgedeckt sind.
Für Beschäftigte mit festem Monatsgehalt haben die Zeitumstellungen keine finanziellen Auswirkungen – ihr Einkommen bleibt unabhängig von der Schichtdauer gleich. Bei Stundenlöhnen sieht die Sache anders aus: Manche erhalten weniger Lohn, andere könnten durch bezahlte Überstunden sogar mehr verdienen.
Die Uhrumstellungen im März und Oktober verändern zwar die Schichtlängen, doch gesetzliche Regelungen begrenzen, wie Arbeitgeber darauf reagieren dürfen. Festangestellte mit Gehalt müssen keine Lohnänderungen befürchten, während Stundenkräfte je nach Vereinbarung Unterschiede spüren können. Die Überstundenregelungen stellen sicher, dass zusätzliche Arbeitszeit nur dann verpflichtend ist, wenn sie vergütet oder im Voraus geregelt wurde.






