Wormland meldet erneut Insolvenz an – trotz Rettungsversuch durch L&T
Grzegorz LoosMännerausstatter Wormland beantragt erneut Insolvenz - Wormland meldet erneut Insolvenz an – trotz Rettungsversuch durch L&T
Männermodehändler Wormland meldet zum zweiten Mal innerhalb von gut einem Jahr Insolvenz an
Das Unternehmen, das erst im August 2024 ein vorheriges Insolvenzverfahren abgeschlossen hatte, sieht sich nun wegen schwacher Nachfrage im Herrenbekleidungsmarkt mit neuen finanziellen Problemen konfrontiert.
Wormland war im vergangenen Sommer vom Osnabrücker Modehaus Lengermann & Trieschmann (L&T) übernommen worden, nachdem es erstmals in die Insolvenz gerutscht war. Doch die Schwierigkeiten des Händlers hielten an: Geschäftsführer Ralf Napiwotzki nannte die hohen Mieten für Top-Lagen in Innenstadtlagen als große Belastung – selbst in Phasen mit guten Umsätzen.
Das Unternehmen hatte bereits seinen Hauptsitz von Hannover nach Osnabrück verlegt und strenge Sparmaßnahmen ergriffen, um die Fixkosten zu senken. Dennoch räumte L&T-Chef Mark Rauschen ein, dass man Fehler gemacht habe – insbesondere habe man sich zu stark auf die Strategien der vorherigen Führung verlassen.
Nun beginnt ein Investorenprozess zur Neuausrichtung von Wormland, während der Betrieb vorerst wie gewohnt weiterläuft. Alle neun Filialen bleiben geöffnet, und die Löhne der 250 Mitarbeiter sind dank Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für drei Monate gesichert. Der Osnabrücker Anwalt Stephan Michels wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, um das Verfahren zu begleiten.
Die erneute Insolvenzanmeldung bedeutet einen weiteren Rückschlag für Wormland, das nach der Restrukturierung 2024 auf Stabilisierung gehofft hatte. Die Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, neue Investoren zu finden – und gleichzeitig die anhaltenden Herausforderungen im Männermodemarkt zu meistern.






