Wolfenbüttel setzt als erste Stadt Niedersachsens kleinere Kita-Gruppen durch
Franjo HandeWolfenbüttel setzt als erste Stadt Niedersachsens kleinere Kita-Gruppen durch
Kitas in Wolfenbüttel führen bald kleinere Kindergruppen ein
Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat einen Plan verabschiedet, die Gruppengrößen in Kindertageseinrichtungen ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 zu reduzieren. Damit ist Wolfenbüttel die erste Kommune in Niedersachsen, die eine solche Regelung per Ratsbeschluss formal umsetzt.
Die neuen Vorgaben gelten für alle 29 Kindertagesstätten (Kitas) der Stadt. Krippengruppen werden von 15 auf 14 Kinder verkleinert, Kindergartengruppen von 25 auf 24 und Hortgruppen von 20 auf 19 Kinder. Die Kita-Leitungen überwachen die Einhaltung dieser Obergrenzen, wobei aus pädagogischen Gründen gewisse Spielräume bleiben.
Die Entscheidung folgt Forderungen von Kita-Trägern und Elternvertretern. Gleichzeitig reagiert die Stadt damit auf sinkende Geburtenraten und die prognostizierte Abnahme der Betreuungsnachfrage. Die Änderungen sind Teil des Demografieprogramms 2030, das eine bessere individuelle Förderung jedes Kindes zum Ziel hat.
Durch die kleineren Gruppen sollen Fachkräfte mehr Zeit für eine gezielte Förderung und Entwicklung der Kinder gewinnen. Die Maßnahme ist Teil einer größeren Strategie, um sich an demografische Veränderungen anzupassen und gleichzeitig hohe Standards in der frühkindlichen Bildung zu sichern.
Die neuen Gruppengrößen treten zum Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft. Alle 29 Kitas in Wolfenbüttel müssen die angepassten Vorgaben umsetzen. Die Stadt erwartet, dass die Änderungen eine individuellere und unterstützendere Lernumgebung für die Kinder schaffen.






