Windenergie in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Vorranggebiete und fordern Mitsprache
Grzegorz LoosWindenergie in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Vorranggebiete und fordern Mitsprache
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung zum Thema Windenergie statt. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie der Teilregionalplan Windenergie der Region.
Der zweite Entwurf des Teilregionalplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Sobald diese Gebiete festgesetzt sind, sind die Möglichkeiten der öffentlichen Beteiligung in späteren Genehmigungsverfahren stark eingeschränkt.
Während der Fragerunde überwogen kritische Wortmeldungen. Die Anwesenden äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, Landschaftsbeeinträchtigungen und Lücken in der Bedarfsanalyse für Energie. Zudem gab es Fragen zu Energiespeicherung sowie zu bürokratischen Hürden bei Einsprüchen und Widersprüchen.
Landrat Dr. Michael Brodführer und Bürgermeister Thomas Hugk erkannten an, dass Windenergie ein polarisierendes Thema sei. Sie betonten ihr Engagement für eine ausgewogene Entwicklung des Landkreises und der Gemeinde. Bürgermeister Hugk verwies zudem darauf, dass sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abgewogen werden müssten.
Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ aus Stadtlengsfeld bot an, Anwohnern bei der Formulierung und Einreichung offizieller Stellungnahmen und Einwände behilflich zu sein.
Die Versammlung bot den Bürgern eine Plattform, um ihre Sorgen bezüglich des Windenergieplans zu äußern. Die lokalen Verantwortlichen räumten ein, dass es sich um eine komplexe Thematik handle. Zudem wurde Unterstützung für diejenigen angeboten, die gegen die geplanten Vorranggebiete Einspruch einlegen möchten.
