04 February 2026, 04:23

Wie Spürhunde Europas Naturschutz revolutionieren und Arten retten

Zwei Hunde, die durch einen bewaldeten Bereich laufen, mit Pflanzen und Bäumen und Text am unteren Bildrand.

Wie Spürhunde Europas Naturschutz revolutionieren und Arten retten

Spürhunde spielen eine immer wichtigere Rolle im Naturschutz Europas

Spezial ausgebildete Hunde übernehmen im Artenschutz eine zunehmend zentrale Aufgabe: Sie helfen, seltene oder invasive Arten aufzuspüren – und sparen dabei im Vergleich zu herkömmlichen Methoden Zeit und Kosten. Dank ihres außergewöhnlich feinen Geruchssinns, der den des Menschen bei Weitem übertrifft, eignen sie sich ideal, um Wildtiere in großen Gebieten zu lokalisieren.

Dr. Annegret Grimm-Seyfarth gehört zu den Vorreitern dieser Arbeit. Mit ihren Artenspürhunden unterstützt sie zahlreiche Naturschutzprojekte, in denen Hunde zur Kartierung von Tierarten und zum Schutz der Biodiversität eingesetzt werden. Über ihre eigene Forschung hinaus gründete sie eine Citizen-Science-Initiative, bei der Freiwillige mit ihren Hunden nach gebietsfremden, invasiven Arten suchen können.

Der von ihr mitgegründete Verein Wildlife Detection Dogs vernetzt mittlerweile über 220 Mitglieder aus acht europäischen Ländern. Die Organisation dient als Plattform für Wissensaustausch und die Koordination gemeinsamer Einsätze. Parallel leitet Svenja Kremling in den Landesforsten Niedersachsens das einzige Artenspürhunde-Team der Region. Gemeinsam mit ihrer Hündin Tilda spürt sie den invasiven Käfer Anoplophora auf und arbeitet dabei eng mit Grimm-Seyfarth zusammen.

Mit einer Riechschleimhaut von 1.100 bis 2.000 Kubikmillimetern – der Mensch bringt es gerade einmal auf 2,4 bis 3 Kubikmillimeter – sind Hunde biologisch prädestiniert, große Flächen effizient zu durchsuchen. Auch die Deutsche Bahn setzt ähnliche Spürhunde in ganz Deutschland ein, wenn auch die genauen Zahlen nicht bekannt sind. Kürzlich zog ein digitales Kurzformat des NNA zum Thema Hundehunderte Zuschauer aus Deutschland und dem Ausland an.

Der Erfolg dieser Projekte hängt dabei gleichermaßen von gut ausgebildeten Hunden wie von erfahrenen Führern ab. Die tierischen Helfer senken nicht nur die Kosten für Monitoring-Maßnahmen, sondern erhöhen auch die Genauigkeit bei der Arterkennung.

Die Nutzung von Spürhunden im Naturschutz wächst stetig, und Netzwerke wie Wildlife Detection Dogs fördern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Ihre Arbeit trägt nicht nur zur Bekämpfung invasiver Arten bei, sondern unterstützt auch umfassendere Maßnahmen im Wildtiermanagement. Angesichts des steigenden Interesses werden diese Teams künftig eine noch entscheidendere Rolle beim Schutz der europäischen Ökosysteme spielen.

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