29 April 2026, 12:29

Wie ein Schülerhinweis 2021 eine Schulschießerei in Indiana verhinderte

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Mund-Nasen-Schutz, die auf Bänken sitzen und stehen, mit Büchern und Gegenständen auf den Tischen und Fenstern, einer Tür, einer Wand, einer Decke mit Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

Wie ein Schülerhinweis 2021 eine Schulschießerei in Indiana verhinderte

Schulschießerei 2021 durch Schülerhinweis verhindert – Festnahme in Indiana

Ein geplanter Schulamoklauf konnte 2021 dank einer Meldung im Rahmen des Programms Say Something vereitelt werden. Der Hinweis ging über die Initiative ein, die Nicole Hockley nach dem Tod ihres Sohnes bei der Tragödie von Sandy Hook ins Leben gerufen hatte. Seit dem Start wurden Tausende Schüler darin geschult, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu melden, bevor es zu Gewalt kommt.

Nicole Hockley gründete das Say Something-Programm 2014 – zwei Jahre, nachdem ihr sechsjähriger Sohn Dylan bei dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School getötet worden war. Ihr Ziel: Sein Andenken bewahren, indem sie künftige Schulschießereien verhindert. Die von der gemeinnützigen Organisation Sandy Hook Promise getragene Initiative vermittelt Schülern, wie sie Warnsignale – etwa Drohungen, Mobbing oder Selbstverletzung – erkennen und anonym melden können.

Mittlerweile wurden Pädagogen in allen 50 US-Bundesstaaten darin ausgebildet, die Inhalte zu vermitteln. Das System basiert auf einer anonymen Meldestelle, die rund um die Uhr von Krisenberatern betreut wird. Ernsthafte Hinweise werden umgehend an Polizei und Schulbehörden weitergeleitet.

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2021 führte eine Meldung über das Programm zur Festnahme eines 18-jährigen Schülers aus Indiana, der einen Anschlag zum Jahrestag des Amoklaufs von Parkland geplant hatte. Ein weiterer Hinweis im selben Jahr führte zur Verhaftung einer Schülerin, die ihre Schule bedroht hatte.

Seit dem Start gingen fast 395.000 Meldungen ein – die meisten betreffen Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung oder Selbstgefährdung. Hockley ist überzeugt, dass diese Hinweise in zahlreichen Gemeinden Schießereien und Suizide verhindert haben.

Das Say Something-Programm wächst weiter: Tausende Schüler lernen, Warnsignale ernst zu nehmen und zu handeln. Behörden nutzen die anonymen Meldungen, um in potenziellen Krisensituationen einzugreifen. Die Initiative bleibt ein zentrales Instrument im Kampf gegen Schulgewalt in den USA.

Quelle