Wasserstoff-Pipeline H2Coastlink 1 HEL verbindet Emden und Leer mit Industrieclustern
Magdalena HertrampfWasserstoff-Pipeline H2Coastlink 1 HEL verbindet Emden und Leer mit Industrieclustern
Die Pläne für eine neue Wasserstoff-Pipeline entlang der norddeutschen Küste haben konkrete Formen angenommen. In diesem Monat wurden die Unterlagen für den 23,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Emden und Leer eingereicht. Das Vorhaben mit dem Namen H2Coastlink 1 HEL soll die Wasserstoffinfrastruktur des Landes stärken, indem es wichtige Industriestandorte und Importhäfen verbindet.
Die Leitung wird durch vier Kommunen verlaufen: Emden, Ihlow, Moormerland und Leer. Mit einem Durchmesser von etwa 0,4 Metern ist sie Teil des übergeordneten deutschen Bahn-Kernnetzes. Die Strecke ist darauf ausgelegt, große Industriecluster zu vernetzen und den Import von Wasserstoff zu erleichtern.
Verantwortlich für das Projekt ist die HEL Hydrogen Energy Logistics GmbH, ein Joint Venture der Unternehmen Thyssengas und Nowega. Die Planungs- und Bauarbeiten sollen 2024 beginnen. Auch die EWE Netz GmbH ist an der Entwicklung der notwendigen Infrastruktur beteiligt. Bevor der Bau starten kann, muss der Antrag jedoch zunächst eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen. Im Anschluss folgt eine öffentliche Anhörung, bei der die relevanten Unterlagen vom 22. Januar bis zum 23. Februar eingesehen werden können. In diesem Zeitraum haben Anwohner und Interessenvertreter die Möglichkeit, die Pläne zu prüfen.
Das Genehmigungsverfahren wird über die nächsten Schritte für die H2Coastlink 1 HEL-Pipeline entscheiden. Bei einer Bewilligung würde das Projekt zu einem zentralen Baustein im deutschen Bahn-Transportnetz. Die endgültige Entscheidung hängt dabei von den Umweltgutachten und dem Feedback der Öffentlichkeit ab.






