28 January 2026, 03:09

Wasserstoff-Lok in Salzgitter startet erste emissionsfreie Testfahrt

Eine gelbe Diesel-Elektrolokomotive fährt auf Schienen, umgeben von einem Metallzaun, Gras, Pflanzen, Bäumen, Polen mit Drähten, Fahrzeugen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Wasserstoff-Lok in Salzgitter startet erste emissionsfreie Testfahrt

Umgerüstete Wasserstoff-Rangierlok absolviert erste Fahrt in Salzgitter

In Salzgitter hat eine auf Wasserstoff umgerüstete Rangierlokomotive ihre Jungfernfahrt erfolgreich absolviert. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt zur Reduzierung der Emissionen im Schienenverkehr: Die umgebaute Lokomotive kann in ihrer restlichen Betriebszeit bis zu 3.000 Tonnen CO₂ einsparen. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie, um den Rangierverkehr in der Region klimaneutral zu gestalten.

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Die weltweite Premiere einer Diesel-zu-Wasserstoff-Umrüstung einer Rangierlok wurde von einem Konsortium realisiert, dem VPS, die WTZ Roßlau gGmbH, die Technische Universität Braunschweig und das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik angehören. Betrieben wird die modernisierte Lokomotive nun von der Voestalpine Stahl GmbH in Salzgitter, wo sie bis Oktober 2025 unter industriellen Bedingungen getestet wird.

Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Daten zur Leistung und Zuverlässigkeit wasserstoffbetriebener Rangierloks zu sammeln. Bei Erfolg könnte die Technologie auf die rund 1.000 diesbetriebene Rangierlokomotiven in Deutschland – und etwa 4.000 in ganz Europa – übertragen werden. Die Finanzierung des Vorhabens stammt aus verschiedenen Quellen, darunter 1,5 Millionen Euro von der Stadt Salzgitter. Weitere Fördermittel steuerte das Land Niedersachsen bei. Das Projekt passt zudem in die laufende Transformation der Salzgitter Gruppe hin zu nachhaltigeren Industrieprozessen.

Die Wasserstoff-Lok kann in den nächsten 15 bis 20 Jahren emissionsfrei betrieben werden. Ihre Leistung während der Testphase wird zeigen, ob solche Umrüstungen künftig zum Standard im Schienenverkehr werden könnten. Die Ergebnisse könnten auch die künftige Politik zur Dekarbonisierung von Güter- und Industrieverkehr auf der Schiene beeinflussen.