Warnstreiks legen drei Nordseehäfen komplett lahm – Verdi erhöht den Druck
Elfie ZiegertWarnstreiks legen drei Nordseehäfen komplett lahm – Verdi erhöht den Druck
Warnstreiks legen diese Woche drei große deutsche Häfen lahm
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen in Stade, Cuxhaven und Emden aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse stecken. Mit den Streiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, nachdem die Gespräche seit Wochen festgefahren sind.
Die Ausstände beginnen am Mittwoch in Stade, am Donnerstag folgen Cuxhaven und Emden. Verdi reagiert damit auf gescheiterte Versuche, eine neue Tarifeinigung zu erzielen. In Stade und Cuxhaven wird der gesamte kommerzielle Betrieb eingestellt, einschließlich der Schleusenarbeiten.
In Emden ist für Donnerstagmorgen eine Kundgebung geplant. Die Demonstranten treffen sich um 9:00 Uhr auf dem Parkplatz der Hochschule Emden/Leer und ziehen zwischen 10:00 und 10:15 Uhr zum Haupthafentor an der Frisiastraße. Anders als in den anderen Häfen gibt es in Emden eine Notdienstvereinbarung, die essentielle Aufgaben wie die Hafenaufsicht und die Gefahrenabwehr aufrechterhält.
Für Stade und Cuxhaven existiert eine solche Regelung nicht. Dort werden lediglich unaufschiebbare hoheitliche Pflichten wahrgenommen, während der Großteil der Aktivitäten zum Erliegen kommt.
Die Streiks werden den kommerziellen Betrieb in den betroffenen Häfen vollständig lahmlegen. Verdis Schritt unterstreicht die wachsende Verärgerung über die ungelösten Tarifkonflikte. Da in Stade und Cuxhaven keine Notfallregelungen greifen, dürften die Auswirkungen besonders schwerwiegend ausfallen.






