Warnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg: Tausende legen Arbeit nieder
Grzegorz LoosWarnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg: Tausende legen Arbeit nieder
Warnstreiks legen AOK-Geschäftsstellen in Baden-Württemberg nächste Woche lahm
Die Gewerkschaft Verdi hat für den 10. März zu Warnstreiks bei der AOK in Baden-Württemberg aufgerufen. Betroffen sind tausende Beschäftigte und Millionen Versicherte. Die Arbeitsniederlegungen erfolgen vor dem Hintergrund festgefahrener Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern.
Verdi fordert für die AOK-Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent, mindestens jedoch 375 Euro mehr pro Monat über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Beschäftigten nicht für die Probleme des deutschen Gesundheitssystems geradestehen sollten. Die Verhandlungsführerin Claudia Chirizzi betonte, dass die AOK-Angestellten keine Schuld an den steigenden Beitragssätzen trügen.
Von den Streiks betroffen sind elf der vierzehn Regionaldirektionen der AOK sowie die Zentrale in Stuttgart und die IT-Tochter ITSCare. Rund 11.500 Beschäftigte in Baden-Württemberg versorgen täglich 4,6 Millionen Versicherte. Die Arbeitsniederlegungen sind jeweils auf einen Tag begrenzt; an einigen Standorten schließen sich die AOK-Mitarbeiter den bereits streikenden Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an.
Im ersten Verhandlungsdurchgang gab es kein Angebot der Arbeitgeberseite. Die nächsten Gespräche sind für den 17. und 18. Februar angesetzt, doch Verdi hat bereits weitere Streiks angedroht, falls keine Fortschritte erzielt werden.
Die Arbeitskämpfe werden die Dienstleistungen für Millionen AOK-Kunden in der Region beeinträchtigen. Da eine Einigung in weiter Ferne scheint, bleibt weitere industrielle Aktion möglich. Das Ergebnis der anstehenden Verhandlungen wird zeigen, ob sich der Konflikt weiter zuspitzt.






