VW kündigt radikale Umstrukturierung an: 35.000 Jobs in Gefahr bis 2030
Grzegorz LoosVW spart durch Umstrukturierung der Marken 1 Milliarde Euro - VW kündigt radikale Umstrukturierung an: 35.000 Jobs in Gefahr bis 2030
Die Volkswagen Group hat einen umfassenden Umstrukturierungsplan angekündigt, um Kosten zu senken und die Geschäftsabläufe zu straffen. Die Änderungen betreffen vier ihrer Volumenmarken und werden bis 2030 zu erheblichen Stellenabbau in Deutschland führen.
Das Unternehmen strebt an, in den kommenden Jahren Milliarden an Produktionskosten einzusparen. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Zusammenlegung der zentralen Bereiche – Produktion, technische Entwicklung und Beschaffung – in einem gemeinsamen, markenübergreifenden Gremium. Diese neu geschaffene Volume Brand Group Board soll bis 2030 rund eine Milliarde Euro einsparen.
Die Umstrukturierung wird zudem die Anzahl der Vorstandsposten um etwa ein Drittel reduzieren. Marken wie Škoda, Seat/Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge erhalten jeweils nur noch vier reguläre Vorstandsmitglieder statt der bisherigen Struktur. Volkswagen begründet dies mit einer Beschleunigung der Entscheidungsprozesse und einer besseren Abstimmung zwischen den Marken.
Ein neues Governance-Modell soll im Januar 2023 starten, die vollständige Umsetzung ist bis Sommer 2023 geplant. Doch die Veränderungen haben ihren Preis: Bis 2030 will das Unternehmen in Deutschland 35.000 Stellen abbauen. Betroffen von der Reorganisation sind ausschließlich die vier Volumenmarken – Volkswagen, Škoda, Seat/Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Im Fokus der Umstrukturierung stehen Effizienzsteigerung und Kostensenkung bei den Massenmarken des Konzerns. Bis 2030 erwartet das Unternehmen schnellere Entscheidungen, eine bessere Koordination und erhebliche Einsparungen. Die Stellenstreichungen werden jedoch in den nächsten zehn Jahren die Belegschaft in Deutschland grundlegend verändern.






