Von "Schwestern" zu erbitterten Feindinnen: Wie Geld eine Künstlerfreundschaft zerstörte
Magdalena HertrampfVon "Schwestern" zu erbitterten Feindinnen: Wie Geld eine Künstlerfreundschaft zerstörte
Ein öffentlicher Streit ist zwischen der Produzentin Hanna Nawizkaja und der Musikerin Walerija Jasskewitsch ausgebrochen, die einst enge Freundinnen und künstlerische Partnerinnen waren. Nawizkaja schildert in einem Video ihre Sicht der Dinge und enthüllt finanzielle sowie persönliche Spannungen, die schließlich zum Bruch führten.
Die beiden Frauen lernten sich kennen, als Jasskewitsch 17 Jahre alt war – Nawizkaja half ihr damals, ein Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufzunehmen. Mit der Zeit vertiefte sich ihre Verbindung: Sie lebten zusammen, arbeiteten als Team und nannten sich sogar "Schwestern". Trotz dieser engen Beziehung schlossen sie nie einen offiziellen Vertrag, registrierten ihre Werke jedoch als gleichberechtigte Urheberinnen.
Nawizkaja investierte über 20.000 US-Dollar ihres eigenen Geldes, um Jasskewitschs Musik zu fördern, noch bevor diese regelmäßige Einnahmen erzielte. Doch es kam zum Konflikt, als Jasskewitsch eine Änderung ihrer Zusammenarbeit vorschlug: Sie forderte die vollständigen Einnahmen im Voraus und bestand darauf, alle Managementaufgaben zu übernehmen. Nawizkaja lehnte ab, was die Auseinandersetzungen weiter anheizte.
Nach Russlands Angriff auf die Ukraine zog Jasskewitsch nach Warschau, während Nawizkaja in Belarus blieb. Die Beziehung verschlechterte sich weiter, als Jasskewitsch erklärte, sie könne die Freundschaft nur aufrechterhalten, wenn sie finanziell davon profitiere. Schließlich löschte sie alle ihre Musikstücke, um die Verbindung vollständig zu kappen.
Nawizkaja versuchte, den Streit durch eine professionelle Mediation beizulegen, doch Jasskewitsch lehnte das Angebot ab. Der Konflikt hat ihre einst enge Partnerschaft zerstört. In ihrem Video legt Nawizkaja ihre finanziellen Beiträge dar und schildert den Vertrauensbruch zwischen ihnen. Jasskewitsch, die inzwischen in Warschau lebt, hat alle beruflichen und persönlichen Bande gekappt, indem sie ihre Musik entfernte.






