26 January 2026, 13:32

Verformte Dichtungen in stillgelegtem AKW Grohnde sorgen für Sicherheitsfragen

Ein Atomkraftwerk in einer von Bäumen umgebenen Wiese, aus dessen Schornsteinen Rauch aufsteigt und der Himmel im Hintergrund zu sehen ist.

Verformte Dichtungen in stillgelegtem AKW Grohnde sorgen für Sicherheitsfragen

In der stillgelegten Kernkraftanlage Grohnde in Deutschland ist ein Vorfall gemeldet worden. Dabei handelt es sich um verformte Dichtungen an Brandschutzklappen, die bei routinemäßigen Kontrollen entdeckt wurden. Die Betreiber stuften das Ereignis zwar als geringfügig ein, untersuchen es jedoch weiter, da Befürchtungen über ein mögliches grundsätzlicheres Problem bestehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Anlagenbetreiber PreussenElektra hatte die Auffälligkeiten während standardmäßiger Inspektionen festgestellt. Mehrere Klappen wiesen verformte Dichtungen auf, was die Frage aufwirft, ob es sich um ein systematisches Problem handeln könnte. Dennoch bestätigten Verantwortliche, dass die Klappen ihre Funktion zum Brandschutz weiterhin vollumfänglich erfüllen.

Der Vorfall wurde unter der Kategorie N (normal) 2.1.2 erfasst, was der Stufe 0 auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) entspricht. Diese Einstufung bedeutet, dass keine Sicherheitsrisiken für Personal oder die Öffentlichkeit bestehen. Die Behörden betonten zudem, dass der Zeitplan für den Rückbau der Anlage – der nach der Abschaltung im April 2023 begonnen hatte – wie geplant fortgesetzt werde. Da die Klappen weiterhin den Sicherheitsanforderungen entsprechen, seien keine sofortigen Reparaturen notwendig. Die Entdeckung habe jedoch eine genauere Prüfung angestoßen, um festzustellen, ob ähnliche Mängel an anderen Stellen der Anlage vorliegen.

Der Vorfall stellt keine Gefahr für die laufenden Rückbauarbeiten in Grohnde dar. Zwar wurden die verformten Dichtungen als ungewöhnlich eingestuft, ihr Einfluss auf den Brandschutz sei jedoch minimal. Die Untersuchungen werden fortgesetzt, um sicherzustellen, dass keine weiteren Probleme unentdeckt bleiben.