29 June 2026, 22:38

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: "Fachkräftemangel würde sich verschärfen"

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: "Fachkräftemangel würde sich verschärfen"

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden Änderungen prüfen, obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

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Der VBU argumentiert, dass die Abschaffung von Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und viele Unternehmen schwächen würde. Die aktuelle Regelung bringe bereits erhebliche Einnahmen für die Sozialversicherung durch feste Beiträge ein. Eine Streichung oder Einschränkung der Minijobs könnte zudem zu einer versteckten Erhöhung von Steuern und Abgaben führen, so der Verband.

Für Beschäftigte in Minijobs würde sich der Nettolohn im Verhältnis zum Bruttoeinkommen verringern. Arbeitgeber müssten hingegen mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität rechnen. Besonders betroffen wären laut VBU Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebenjobs.

Für Branchen wie das Handwerk, mittelständische Unternehmen, den Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen seien Minijobs unverzichtbar. Sie helfen, saisonale Spitzen und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Statt einer Reform fordert der VBU Maßnahmen zur Bürokratieabbau und Entlastung der Wirtschaft.

Die Position des VBU ist deutlich: Minijobs spielen eine zentrale Rolle in der Wirtschaft. Ihre Abschaffung würde sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber belasten, ohne nennenswerten Nutzen zu bringen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Regierung an ihren Plänen festhält.

Quelle