Uniper und Wolfenbüttel setzen auf Windenergie mit langfristigem Stromabkommen
Grzegorz LoosUniper und Wolfenbüttel setzen auf Windenergie mit langfristigem Stromabkommen
Uniper hat mit den Stadtwerken Wolfenbüttel einen langfristigen Stromabnahmevertrag zur Lieferung von Onshore-Windenergie unterzeichnet. Die Vereinbarung markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens hin zu einer nachhaltigen Stromerzeugung. Im Rahmen des Abkommens bezieht der regionale Versorger künftig Strom direkt aus sechs Windparks in Niedersachsen.
Die sechs Onshore-Windparks, die Uniper und die Stadtwerke Wolfenbüttel gemeinsam betreiben, erzeugen jährlich rund 9 Gigawattstunden Strom. Diese Menge fließt nun im Zuge des neuen Vertrags direkt an den regionalen Energieversorger. Der Schritt steht im Einklang mit Unipers übergeordneter Strategie, das Geschäft auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die Aktie von Uniper hat seit Januar um 14,9 % zugelegt und schloss am Freitag bei 38,60 Euro. Trotz dieses Anstiegs notiert der Kurs weiterhin unter seinem 52-Wochen-Hoch von 46,75 Euro. Der Relative-Stärke-Index des Unternehmens liegt derzeit bei 53,8, was auf eine moderate Marktstimmung hindeutet.
Die Vereinbarung fällt in eine Phase zunehmenden Wettbewerbs im Erneuerbaren-Sektor. Gleichzeitig erschweren übergeordnete wirtschaftliche Faktoren – wie die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen, die ein 15-Jahres-Hoch erreicht hat, sowie steigende Ölpreise – die Lage auf dem Energiemarkt.
Der Stromabnahmevertrag sichert den Stadtwerken Wolfenbüttel eine stetige Versorgung mit Windstrom. Zudem unterstreicht er Unipers Wandel hin zu einer nachhaltigen Energieerzeugung. Das Abkommen spiegelt die anhaltenden Veränderungen in der deutschen Energielandschaft wider, in der erneuerbare Energien eine immer zentralere Rolle einnehmen.






