Unionsparteien-Zentrale in Göttingen: Unbekannte mauern Eingang zu und blockieren Zugang
Magdalena HertrampfUnionsparteien-Zentrale in Göttingen: Unbekannte mauern Eingang zu und blockieren Zugang
Unbekannte mauern Eingang der Unionsparteien-Zentrale in Göttingen zu
In der Nacht zum Montag, den 16. Juni 2025, hat eine unbekannte Gruppe den Eingang der Unionsparteien-Parteizentrale in Göttingen mit einer etwa 150 Zentimeter hohen Mauer zugemauert und damit den Zugang zum Gebäude vollständig blockiert. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Straftat mit Nötigungs- und Sachbeschädigungscharakter aus.
Die Mauer wurde am frühen Montagmorgen entdeckt, wodurch Mitarbeiter und Besucher auf alternative Zugänge ausweichen mussten. An der Konstruktion waren Transparente mit Aufschriften angebracht, die von den Ermittlern als Beweismittel sichergestellt wurden. Die Staatschutzabteilung der Göttinger Polizei hat die Ermittlungen übernommen und prüft mögliche Verbindungen zu extremistischen Gruppen.
In den vergangenen Jahren gab es in Niedersachsen wiederholt ähnliche Angriffe auf Parteibüros. Polizeilichen Aufzeichnungen zufolge wurden die meisten dieser Vorfälle als rechtsextremistisch eingestuft. So wurden etwa 2024 zwei Tatverdächtige nach einem Angriff auf ein AfD-Büro in Hannover angeklagt. Die Ermittlungen in diesen Fällen führten zu Festnahmen und deuten auf ein Muster gezielter politischer Vandalenakte hin.
Die Behörden rufen Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu den Tätern zu melden. Informationen können an die Göttinger Polizei unter der Rufnummer +49 551 491-2115 weitergegeben werden. Die Ermittlungen dauern an, während die Beamten weitere Beweise sichern.
Der Vorfall hat den normalen Betrieb in der Unionsparteien-Zentrale beeinträchtigt. Die Polizei prüft weiterhin, ob der Angriff in eine Reihe früherer politisch motivierter Straftaten in der Region passt. Bisher gab es keine Festnahmen, doch die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.






