Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – und löst Empörung aus
Grzegorz LoosUli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – und löst Empörung aus
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit einer scharfen Attacke auf vegane Ernährung für Aufsehen gesorgt. Seine Äußerungen fielen während eines aktuellen Auftritts in einem bayerischen Radio-Podcast. Der Ausbruch löste Reaktionen bei Gesundheitsaktivisten und Tierschutzorganisationen aus.
Hoeneß kritisierte pflanzliche Ernährung als extrem und behauptete, sie führe langfristig zu Krankheiten. Er bezeichnete Veganismus als militant und wies dessen wachsende Beliebtheit zurück. Seine Aussagen stehen im Kontrast zu allgemeinen Trends, da immer mehr Menschen aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen auf ausgewogene pflanzliche Ernährung umsteigen.
Der 72-Jährige hat selbst mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, darunter eine Vorgeschichte mit Herzproblemen und Bluthochdruck. Studien belegen regelmäßig, dass der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 verbunden ist. Trotzdem produziert das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren, das mittlerweile von seinen Kindern geführt wird, weiterhin traditionelle Wurstwaren.
Die Tierrechtsorganisation PETA reagierte mit einer Einladung an Hoeneß, ihr Programm Veganstart auszuprobieren. Das Angebot folgt auf seine abwertende Haltung, die an frühere Debatten über Ernährung und Gesundheit erinnert. Bereits 2014 hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer der Fleischersatzmarke Rügenwalder Mühle, Wurst als die "Zigarette der Zukunft" bezeichnet – ein Vergleich, der heute prophetisch wirkt.
Hoeneß' Kritik kommt zu einer Zeit, in der pflanzliche Ernährung zunehmend Akzeptanz findet. Studien unterstreichen weiterhin die gesundheitlichen Risiken eines hohen Fleischkonsums. PETAs Einladung steht weiterhin, doch der Unternehmer hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.






