Tödlicher Vorfall in Lohne: American Bully XL „Sam“ zwischen Euthanasie und Rettung
Grzegorz Loos33-Jähriger von eigenem Hund getötet - Online-Petition - Tödlicher Vorfall in Lohne: American Bully XL „Sam“ zwischen Euthanasie und Rettung
Amerikanischer Bully XL in Lohne (Niedersachsen) nach tödlichem Vorfall in der Kritik
Ein American Bully XL aus Lohne in Niedersachsen steht im Mittelpunkt eines tragischen Vorfalls, nachdem sein Besitzer am 18. Januar 2026 tot aufgefunden wurde. Die Leiche des Mannes wurde in einem Straßengraben entdeckt, während der Hund in der Nähe Wache hielt. Die Behörden beschlagnahmten das Tier daraufhin und stuften es nach deutschem Recht als gefährlich ein.
Eine Online-Petition mit dem Titel "Für Sam" hat mittlerweile über 36.500 Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichner fordern eine genauere Untersuchung der Umstände und setzen sich für das Leben des Hundes ein.
Der Vorfall ereignete sich, als Rettungskräfte am Tatort eintrafen und den Hund in aggressiver Haltung vorfanden. Die schweren Verletzungen des Mannes – insbesondere im Gesicht – deuteten auf einen gewaltsamen Kampf hin. Die Polizei bestätigte später, dass der Hund höchstwahrscheinlich an dem tödlichen Angriff beteiligt war.
Das Tier wurde umgehend in Gewahrsam genommen und in einem Tierheim untergebracht. Nach deutschen Vorschriften gilt es als gefährliche Hunderasse, sodass seine Zukunft von einer offiziellen Verhaltensprüfung abhängt. Fällt das Gutachten positiv aus, könnte der Hund an einen neuen Halter vermittelt werden – dieser bräuchte jedoch eine Sondergenehmigung für die Haltung eines als risikoreich eingestuften Tieres. Ein negatives Ergebnis könnte hingegen die Euthanasie zur Folge haben.
Die Initiatoren der Petition "Für Sam" argumentieren, dass entscheidende Details unklar blieben. Sie stellen infrage, ob der Hund versucht haben könnte, den möglicherweise bereits bewusstlosen Mann aufzuwecken, statt ihn anzugreifen. Die Debatte hat sich zugespitzt, da der Termin für die Verhaltensprüfung näher rückt. Viele fordern eine faire Auswertung der Beweise.
Das Schicksal des Hundes hängt nun von den Ergebnissen des anstehenden Verhaltenstests ab. Bei einem positiven Befund könnte er unter strengen Auflagen an einen lizenzierten Halter abgegeben werden. Andernfalls droht die Tötung auf Anordnung der Behörden.
Der Fall hat zudem die Diskussion über das Gefahrtierrecht in Deutschland neu entfacht, insbesondere im Hinblick auf Rassen wie den American Bully XL. Die wachsende Unterstützung für die Petition spiegelt die öffentliche Sorge wider, wie solche Vorfälle untersucht und gelöst werden.






