Teilrente: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand ohne Einkommensverlust
Magdalena HertrampfTeilrente: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand ohne Einkommensverlust
Teilrente ermöglicht sanfteren Übergang in den Ruhestand
Eine Teilrente bietet Beschäftigten einen gleitenderen Übergang in den Ruhestand, während sie weiterhin ein Einkommen aus ihrer Arbeit beziehen. Diese Option ermöglicht es, einen Teil der Rente vorzeitig zu beziehen, ohne vollständig aus dem Berufsleben auszusteigen. Durch Änderungen in den letzten Jahren wurde das Modell flexibler und zugänglicher gestaltet.
Das Flexirentengesetz, das 2017 eingeführt wurde, erlaubt es Versicherten, zwischen 10 % und 99,99 % ihrer Rente in Anspruch zu nehmen, während sie weiter arbeiten. Besonders gut funktioniert dies in Branchen mit Fachkräftemangel, flexiblen Arbeitszeiten oder projektbasierten Tätigkeiten. Wer 1964 oder später geboren wurde, kann das Modell ab dem Erreichen der regulären Altersgrenze von 67 Jahren nutzen.
Der vorzeitige Bezug eines Teils der Rente geht jedoch mit einem Abschlag von 0,3 % pro Monat für den ausgezahlten Anteil einher. Wer beispielsweise mit 63 Jahren 50 % der Rente bezieht, muss auf diesen Teil einen Abschlag von 7,2 % hinnehmen, während der restliche Anspruch unberührt bleibt. Seit Anfang 2023 gibt es zudem keine Hinzuverdienstgrenze mehr für diejenigen, die weiter arbeiten und gleichzeitig eine vorzeitige Teilrente beziehen.
Von der Teilrente profitieren auch Personen, die Angehörige pflegen. Wer das Renteneintrittsalter erreicht und sich um Familienmitglieder kümmert, kann durch den Bezug einer Teilrente seine späteren Rentenansprüche erhöhen.
Die Teilrente bietet somit eine Möglichkeit, Erwerbstätigkeit und Altersvorsorge besser in Einklang zu bringen. Die aktuellen Regelungen ermöglichen mehr Flexibilität – ohne Verdienstobergrenze und mit individuell anpassbaren Auszahlungsquoten. Für viele bedeutet das mehr Kontrolle darüber, wie sie ihr Berufsleben schrittweise ausklingen lassen.






