Streit um geplante Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Magdalena HertrampfStreit um geplante Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Die deutsche Regierungskoalition prüft Pläne zur Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen im Haushalt. Mit dem Vorhaben soll der Bundeshaushalt entlastet werden, doch bei Unternehmen und Oppositionspolitikern stößt es auf Kritik. Derzeit können Haushalte bis zu 1.200 Euro pro Jahr für anfallende Handwerkerkosten geltend machen.
Nach der aktuellen Regelung können private Haushalte 20 Prozent bestimmter Sanierungskosten von der Einkommensteuer absetzen. Die Förderung ist auf maximal 6.000 Euro jährliche Ausgaben begrenzt, was eine Steuerersparnis von bis zu 1.200 Euro ermöglicht. Vertreter der Koalition haben nun Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen, um die Folgen einer Streichung dieses Anreizes zu bewerten.
Das Bundesfinanzministerium wollte sich nicht dazu äußern, ob die Steuerermäßigung tatsächlich abgeschafft wird. Gleichzeitig geben führende Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an, von solchen Plänen nichts zu wissen. Die Debatte entsteht vor dem Hintergrund der Bemühungen der Regierung, die öffentlichen Finanzen zu konsolidieren.
Fällt die Steuervergünstigung weg, entfiele für Haushalte eine finanzielle Unterstützung bei Reparaturen und Modernisierungen. Betroffen wären auch Handwerksbetriebe, die von der durch den Steuerbonus generierten Nachfrage profitieren. Wie die Koalition sich letztlich positioniert, bleibt vorerst offen, da die Beratungen noch andauern.






