07 February 2026, 01:10

Streiks im öffentlichen Dienst: Hannover und Bremen legen diese Woche die Arbeit nieder

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Schildern und Plakaten, zwei Personen im Vordergrund und ein Müllcontainer auf der rechten Seite, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Streiks im öffentlichen Dienst: Hannover und Bremen legen diese Woche die Arbeit nieder

Streiks im öffentlichen Dienst in Hannover und Bremen: Beschäftigte legen diese Woche die Arbeit nieder

Die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst in Hannover und Bremen folgen anhaltenden Tarifkonflikten zwischen der Gewerkschaft ver.di und den öffentlichen Arbeitgebern der Länder. Betroffen sein könnten rund 284.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niedersachsen und Bremen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Für Geringverdiener soll es mindestens 300 Euro mehr geben. Berufseinsteiger sollen zusätzlich 200 Euro pro Monat erhalten und nach Abschluss ihrer Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen.

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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf studentischen Hilfskräften: ver.di setzt sich für einen garantierten Mindestlohn pro Stunde in Tarifverträgen ein. Zudem sollen Zuschläge für Schicht- und Überstundenarbeit um 20 Prozentpunkte steigen. Die Gewerkschaft strebt außerdem an, dass der neue Tarifvertrag (TV-L) zwölf Monate statt der üblichen kürzeren Laufzeit gilt.

An den Streiks beteiligen sich Beschäftigte zentraler Einrichtungen, darunter die beiden Universitätskliniken in Niedersachsen, Landesstraßenbau-Teams, die NPorts sowie Hochschulverwaltungen. In Bremen beginnt um 9:00 Uhr eine Kundgebung auf der Bürgerweide. Ab 9:30 Uhr folgen Reden, um 10:30 Uhr startet eine Demonstration, und um 11:45 Uhr endet die Veranstaltung mit einer Abschlusskundgebung vor der Finanzbehörde des Senats.

Die Arbeitskämpfe sind Teil übergeordneter Tarifverhandlungen, die alle Bundesländer betreffen. Seit Ende 2025 verhandeln die Sozialpartner für über 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Bei früheren Protesten gab es Demonstrationen an mehr als 60 Hochschulstandorten. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 15.–16. Januar und den 11.–13. Februar 2026 geplant.

Die Streiks werden zu Einschränkungen in zentralen Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Verkehr und Bildung führen. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, könnten in den kommenden Monaten weitere Arbeitskämpfe folgen. Das Ergebnis der Verhandlungen wird die Löhne und Arbeitsbedingungen von Hunderttausenden Beschäftigten in der Region prägen.