Städte am Limit: Finanzkrise zwingt zum Handeln gegen den Kollaps
Städte am Limit: Finanzkrise zwingt zum Handeln gegen den Kollaps
Deutsche Städte kämpfen mit tiefgreifenden Finanzproblemen – von steigenden Sozialkosten bis zu sinkenden Einnahmen. Am 6. und 7. November 2025 traf sich der Finanzausschuss des Deutschen Städtetags in Göttingen, um diese Herausforderungen zu bewältigen und mehr Unterstützung von Bund und Ländern zu fordern.
Das zweitägige Treffen brachte kommunale Spitzenvertreter zusammen, die über die sich verschärfende Haushaltskrise der Städte diskutierten. Petra Broistedt, Göttingens Oberbürgermeisterin, betonte die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Austauschs zwischen den Kommunen, um ihre finanzielle Zukunft zu sichern. Sie warnte, dass ohne abgestimmtes Vorgehen viele Städte noch stärker in die Instabilität rutschen würden.
Christian Specht, Oberbürgermeister von Mannheim, schloss sich diesen Sorgen an. Er forderte sofortige finanzielle Entlastung und argumentierte, dass die Städte die wachsenden sozialen Kosten und Investitionsanforderungen nicht länger allein schultern könnten. Christian Schmetz, Göttingens Erster Stadtrat, unterstrich diese Botschaft und erklärte, dass langfristige Lösungen unverzichtbar seien, um einen weiteren Niedergang zu verhindern.
Der Deutsche Städtetag, der selbstständige und unselbstständige Kommunen bundesweit vertritt, berät regelmäßig in seinem Finanzausschuss. Diese Treffen dienen dazu, gemeinsame Positionen zu entwickeln, bevor mit übergeordneten Behörden verhandelt wird. Auf der Tagesordnung in Göttingen standen vor allem Steuerreformen und die Verteilung von Fördermitteln.
Die Diskussionen in Göttingen zeigten den zunehmenden Druck auf die kommunalen Haushalte in ganz Deutschland. Die Stadtvertreter waren sich einig: Ohne höhere Zuwendungen von Bund und Ländern werden viele Kommunen Schwierigkeiten haben, grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Das Treffen endete mit einem Appell an konkrete Maßnahmen, um die finanzielle Belastung zu verringern.
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