Spritpreise steigen im Juli: Warum der Rabatt jetzt endet und was das für Autofahrer bedeutet
Magdalena HertrampfSpritpreise steigen im Juli: Warum der Rabatt jetzt endet und was das für Autofahrer bedeutet
Spritpreise in Deutschland steigen Anfang Juli erneut – Ende der temporären Rabattaktion
Anfang Juli werden die Spritpreise in Deutschland voraussichtlich wieder anziehen, da die befristigte Vergünstigung ausläuft. Die Entwicklung folgt auf Monate mit schwankenden Kosten, wobei die jüngsten Rückgänge mit sinkenden Ölpreisen zusammenhingen. Forscher haben die Auswirkungen des Rabatts bewertet und halten dessen Streichung trotz der damit verbundenen Kosten von 1,6 Milliarden Euro für die richtige Entscheidung.
Das ifo Institut analysierte die Spritpreissenkung, indem es die deutschen Preise mit denen in Frankreich verglich. Die Ergebnisse widersprachen damit den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), der behauptet hatte, die volle Steuerermäßigung sei an die Verbraucher weitergegeben worden. Bei Premiumkraftstoffen wie Super E5 und Super E10 lagen die Ersparnisse bei 17 bzw. 16 Cent pro Liter – und damit nahe am Wert der Steuerentlastung.
Eine separate Untersuchung der Monopolkommission ergab leicht abweichende Ergebnisse: Bei Diesel war die Weitergabe der Ersparnis etwas höher als vom ifo Institut ermittelt, bei Benzin dagegen etwas niedriger. Zudem profitierten bei der teilweisen Diesel-Rabattierung auch Mineralölkonzerne statt nur die Verbraucher.
Mit dem Auslaufen der Vergünstigung dürften die Preise im Juli steigen. Allerdings könnte sich die Lage stabilisieren, falls die USA und der Iran eine Einigung erzielen, da die Spritkosten stark von den Ölpreisen abhängen.
Das Ende des Rabatts wird die Autofahrer zu Beginn des nächsten Monats voraussichtlich stärker belasten. Zwar kam der Großteil der Ermäßigung bei Premiumbenzinen bei den Verbrauchern an, doch nicht alle Ersparnisse wurden gleichmäßig weitergegeben. Künftige Preisentwicklungen hängen von den globalen Öltrends und geopolitischen Entwicklungen ab.
