Spritpreise explodieren nach neuer Regelung – fünf Cent Aufschlag in einer Stunde
Elfie ZiegertSpritpreise explodieren nach neuer Regelung – fünf Cent Aufschlag in einer Stunde
Diese Woche trat eine neue Regelung zur Kraftstoffpreisbemessung in Kraft – und schon innerhalb weniger Stunden schossen die Spritpreise in die Höhe. Der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 stieg innerhalb von nur 60 Minuten um fast fünf Cent pro Liter. Branchenverbände werfen den Mineralölkonzernen nun vor, die Änderung auszunutzen, um die Kosten weiter in die Höhe zu treiben.
Der plötzliche Anstieg ereignete sich am Mittwochnachmittag. Gegen 14 Uhr lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 noch bei 2,099 Euro. Bis 15 Uhr war er bereits auf 2,147 Euro geklettert.
Herbert Rabl, Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), machte zwei Faktoren für den Preisanstieg verantwortlich. Er verwies auf die hohen Grundpreise, die von den Ölkonzernen festgelegt werden, sowie auf die zusätzliche Belastung durch die Mehrwertsteuer. Der Verband warf den Unternehmen explizit vor, die Autofahrer durch überhöhte Preise auszubeuten.
Rabl wies zudem die Behauptung zurück, staatliche Steuern und Abgaben seien die Hauptursache für die hohen Spritpreise. Solche Aussagen seien ein Versuch, die Verbraucher über unangemessene Preise "hinwegzutäuschen", so der Sprecher.
Schon am ersten Tag der neuen Regelung waren die Auswirkungen an den Tankstellen spürbar. Autofahrer müssen nun tiefer in die Tasche greifen: Ein Liter Super E10 kostet im Schnitt 2,147 Euro. Der Branchenverband fordert mehr Transparenz bei der Preisgestaltung der Mineralölkonzerne.






