30 December 2025, 17:06

Sollen Radfahrer strengere Alkoholgrenzen als Autofahrer bekommen?

Mehrere Motorradfahrer mit Helmen rasen, mit Text am unteren Bildrand.

Sollen Radfahrer strengere Alkoholgrenzen als Autofahrer bekommen?

64. Deutscher Verkehrsgerichtstag findet vom 28. bis 30. Januar 2023 in Goslar statt

Vom 28. bis 30. Januar 2023 trifft sich der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar. Zu den zentralen Themen gehört die Debatte, ob für Radfahrer und E-Bike-Nutzer strengere Alkoholgrenzen gelten sollten – aktuell sind diese deutlich großzügiger als für Autofahrer oder Nutzer von E-Scootern.

Am 29. Januar wird Bundesanwalt Jens Rommel die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag zum Thema „Das Auto als Waffe?“ eröffnen. Einen Tag später diskutieren Burkhard Stork vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der hannoversche Polizeidirektor Andreas Diekmann und NDR-Journalistin Christina Harland über geplante Regelungen für Lastenräder, Pedelecs und E-Bikes.

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Nach geltendem Recht drohen Autofahrern und E-Scooter-Fahrern bereits ab 0,5 Promille Bußgelder oder Fahrverbote. Radfahrer und Pedelec-Nutzer werden hingegen erst ab 1,6 Promille sanktioniert – sofern sie nicht offensichtlich fahruntüchtig sind. Ab diesem Wert riskieren sie Geldstrafen (in der Regel etwa 30 Tagessätze), zwei bis drei Punkte in Flensburg sowie eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), die im schlimmsten Fall zum Entzug der Fahrerlaubnis führen kann. Die Konferenz hinterfragt, ob diese Ungleichbehandlung noch gerechtfertigt ist. Experten prüfen, ob Radfahrer künftig denselben Strafen wie Autofahrer unterliegen sollten, angesichts der Gefahren, die von betrunkenen Fahrradfahrern ausgehen.

Die Diskussionen könnten Forderungen nach einer Reform der Alkoholgrenzen für Radfahrer nach sich ziehen. Mögliche Änderungen könnten die Sanktionen an die für Autofahrer und E-Scooter-Nutzer angleichen. Die Ergebnisse werden von Verkehrssicherheitsverbänden und Politikern mit Spannung erwartet.