Smart Stores retten die Versorgung in Niedersachsens ländlichen Regionen
Franjo HandeIntelligente Geschäfte als neue Hoffnung für lokale Versorgung - Smart Stores retten die Versorgung in Niedersachsens ländlichen Regionen
Digitale Mini-Supermärkte, auch "Smart Stores" genannt, schließen in ländlichen Regionen die Lücken, die traditionelle Geschäfte hinterlassen, wenn sie um ihr Überleben kämpfen. Die kompakten, automatisierten Läden bieten flexible Öffnungszeiten und wichtige Dienstleistungen über den reinen Lebensmittelverkauf hinaus. Allein in Niedersachsen haben bereits rund 90 solcher Geschäfte eröffnet – ein Zeichen für den Wandel, wie Gemeinden ihren täglichen Bedarf decken.
Der Aufstieg der Smart Stores fällt in eine Phase des anhaltenden Umbruchs im deutschen Einzelhandel. Viele Bundesländer können große Supermärkte nicht mehr tragen, was die Auswahl für die Bewohner stark einschränkt. Mit meist nicht mehr als 500 Quadratmetern Fläche kommen diese automatisierten Läden mit minimalem Personal aus und sind oft rund um die Uhr geöffnet.
Einige Smart Stores erweitern ihr Angebot über Lebensmittel hinaus und bieten Geldautomaten, Postdienste oder sogar Telemedizin an. Damit tragen sie dazu bei, die Versorgungslücken in unterversorgten Regionen zu schließen. Allerdings unterscheiden sich die Regelungen von Bundesland zu Bundesland – in Niedersachsen wird derzeit noch über Sonntagsöffnungen diskutiert.
Marktführer ist Tante Enso, das den Großteil der Smart Stores in Niedersachsen und bundesweit betreibt. Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammern Niedersachsen (IHKN), betont ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung grundlegender Versorgungsstrukturen. Doch wie viele dieser Läden es bundesweit genau gibt, bleibt unklar.
Smart Stores bieten eine praktische Lösung für ländliche Gemeinden, die mit dem Rückgang des stationären Handels konfrontiert sind. Durch ihr automatisiertes Modell und die verlängerten Öffnungszeiten sichern sie den Zugang zu Waren und Dienstleistungen. Mit der Weiterentwicklung der Regelungen dürfte ihre Rolle in den lokalen Versorgungsnetzen weiter wachsen.






