19 March 2026, 16:37

Serengeti-Park verklagt Logistiker nach gescheitertem Airbus-Projekt mit Millionenforderung

Ein Monarch Airlines Airbus A320-200 auf der Rollbahn, umgeben von Gras und einem Zaun mit Pfählen und Brettern, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Serengeti-Park verklagt Logistiker nach gescheitertem Airbus-Projekt mit Millionenforderung

Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikfirma wegen gescheiterten Airbus-Transports

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Der Serengeti-Park in Hodenhagen reicht Klage gegen ein Logistikunternehmen ein, das für ein gescheitertes Airbus-Transportprojekt verantwortlich sein soll. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine unvollständige Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, die zu unerwarteten Verzögerungen und Mehrkosten führte. Im Mittelpunkt des Streits steht ein ausgemusterter Airbus, der zu einem Restaurant mit 200 Plätzen umgebaut werden sollte.

Das Flugzeug mit dem Namen "Kurt Schumacher" sollte in den Park transportiert und dort zu einem Gastronomiebereich mit 150 Innenplätzen umgebaut werden. Doch Parkbesitzer Fabrizio Sepe argumentiert nun, er hätte das Flugzeug niemals erworben, wenn ihm das volle Ausmaß der damit verbundenen Herausforderungen bekannt gewesen wäre.

Kern der Klage: Fehlende Genehmigungshinweise Die Anklage stützt sich auf den Vorwurf, die Studie des Logistikunternehmens habe versäumt, auf Sondergenehmigungen hinzuweisen, die für den Transport des Flugzeugs durch drei geschützte Landschaften erforderlich gewesen wären. Rechtliche und logistische Hürden für den Transport großer Objekte durch Naturschutzgebiete haben in den letzten Jahren zugenommen – insbesondere in Deutschland. Seit 2021 haben Debatten über Militärflugzeugtransporte, wie etwa die Verlegung von F-4-Phantom-Jets in der Harz-Region 2023, an Schärfe gewonnen. Umweltverbände wie der NABU drängen auf strengere Schutzmaßnahmen, was zu verschärften Regelungen im Bundesnaturschutzgesetz 2024 und entsprechenden EU-Richtlinien führte.

Der Serengeti-Park fordert nun 2,4 Millionen Euro Schadensersatz und begründet dies mit einer vierjährigen Verzögerung aufgrund der unterlassenen Aufklärung. Das Logistikunternehmen weist die Forderung als unbegründet zurück und betont, seine Studie habe lediglich die technische Machbarkeit geprüft – nicht jedoch genehmigungsrechtliche Anforderungen.

Möglicher Präzedenzfall für Großtransporte in Schutzgebieten Der Fall unterstreicht die wachsende Komplexität beim Transport überdimensionaler Objekte durch geschützte Zonen. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie richtungsweisend für künftige Projekte werden, die großangelegte Verlegungen in ökologisch sensiblen Gebieten betreffen. Das Urteil wird zeigen, ob der Serengeti-Park seine geltend gemachten Verluste erstattet bekommt.

Quelle