Sechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers
Magdalena HertrampfSechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers
Anwohner protestieren zum sechsten Mal für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers
Zum sechsten Mal haben Anwohner gegen die Schließung des Südstadt-Centers demonstriert und dessen Wiedereröffnung gefordert. Das Einkaufszentrum war im Februar wegen schwerwiegender Brandschutzmängel geschlossen worden. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt schloss sich der Kundgebung an und bezeichnete die Rückkehr des Centers als "oberste Priorität für die Stadt".
Die Stadt hatte das Südstadt-Center nach der Feststellung kritischer Sicherheitsmängel durch Prüfer sperren lassen. Behörden warnten, dass im Brandfall insbesondere ältere Kunden kaum gerettet werden könnten, da eine Evakuierung nahezu unmöglich sei. Bereits im vergangenen Jahr hatte die untere Bauaufsichtsbehörde auf die Probleme hingewiesen.
Der Eigentümer des Gebäudes hatte zudem die Stromrechnungen nicht beglichen, woraufhin die Energieversorgung komplett abgestellt wurde. Seitdem das Center verlassen ist, hat die Vandalismusrate stark zugenommen – erst kürzlich ertappten Polizisten Diebe, die Kupferkabel abmontierten. Die Stadt verfügt jedoch über keine rechtlichen Mittel, um den Eigentümer zu Sanierungen oder einem Neubau zu zwingen.
Hinter den Kulissen führt ein städtischer Mitarbeiter Gespräche mit potenziellen Investoren. Ein Geldgeber hat angeboten, in der Nähe ein kleineres Ersatzgebäude zu errichten, falls der aktuelle Standort geschlossen bleibt. Ohne die Kooperation des Eigentümers bleibt der Fortschritt jedoch ungewiss.
Die Zukunft des Südstadt-Centers hängt nun von Verhandlungen mit Investoren oder einer Kursänderung des Eigentümers ab. Bis dahin bleibt das Gebäude geschlossen, und die Anwohner werden weiter Druck ausüben. Die Stadt prüft zwar weiterhin Optionen, kann aber ohne Unterstützung der Privatwirtschaft nicht handeln.






