Salzgitter setzt auf grüne Stahlproduktion mit Solarstrom und Riesenspeicher
Franjo HandeSalzgitter setzt auf grüne Stahlproduktion mit Solarstrom und Riesenspeicher
Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) treibt ihre Pläne zur Reduzierung der Emissionen in ihrem Stahlwerk konsequent voran. Das Unternehmen schreibt langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) für erneuerbare energien aus und errichtet vor Ort ein großes batteriespeichersystem. Diese Maßnahmen markieren die erste Phase eines umfassenden Wandels hin zu einer klimaneutralen Stahlproduktion.
Das unter dem Namen SALCOS® bekannte Vorhaben zielt darauf ab, die primäre Stahlherstellung im integrierten Werk von Salzgitter auf ein Verfahren umzustellen, das mit erneuerbare energien betrieben wird. Die SZFG strebt an, über die PPAs eine Leistung von 150 Megawatt Solarstrom zu sichern. Zwei Unternehmen – die energiekontor ag und ein weiterer, namentlich nicht genannter Projektentwickler – haben bereits Verträge unterzeichnet, um im Rahmen des Programms langfristig erneuerbare energien zu liefern.
Das batteriespeichersystem wird in Partnerschaft mit einem externen Unternehmen gebaut und betrieben. Sowohl die SZFG als auch ihr Partner erhalten Zugang zu der Anlage. Der Bau des Speichersystems steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Der Start der ersten Phase ist für den Zeitraum zwischen 2026 und 2027 geplant. Nach vollständiger Umsetzung soll der technologische Wandel die direkten CO₂-Emissionen um 95 Prozent senken.
Der Umstieg auf eine Stahlproduktion mit erneuerbare energien stellt für Salzgitter einen tiefgreifenden Wandel dar. Durch die Kombination von Solar-PPAs mit einem batteriespeicher vor Ort will das Unternehmen seine Klimaziele erreichen, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. Die erste Phase des SALCOS®-Projekts dient dabei als Testlauf für eine breitere Einführung in der Branche.






