Salzgitter senkt Jahresprognose wegen schwacher Euro-Nachfrage und Stahlkrise
Salzgitter plant vorsichtig für das ganze Jahr - Salzgitter senkt Jahresprognose wegen schwacher Euro-Nachfrage und Stahlkrise
Salzgitter passt Jahresprognose an – schwächere Nachfrage belastet Umsatz
Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Finanzprognose für das laufende Jahr nachgegeben, nachdem die Nachfrage nach Euro schwächer als erwartet ausgefallen ist. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatz von knapp über 9,0 Milliarden Euro – weniger als bisher erwartet. Trotz leichter Erholung in den letzten Monaten bleibt Salzgitter bei der Einschätzung der Marktentwicklung vorsichtig.
Die ersten sechs Monate des Jahres 2024 gestalteten sich für Salzgitter schwierig: Eine schwache Konjunktur und nachlassende Stahlnachfrage belasteten die Geschäftsentwicklung. Im dritten Quartal sanken die externen Umsätze um 11,2 %, sodass der Erlös auf 2,2 Milliarden Euro zurückging.
Dennoch gelang dem Konzern in diesem Zeitraum eine Trendwende bei der Profitabilität. Das Ergebnis vor Steuern kletterte auf 11,1 Millionen Euro – ein deutlicher Aufschwung nach einem Verlust von 153 Millionen Euro im dritten Quartal 2023. Auch das EBITDA stieg um über 20 % auf 107,2 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr hat Salzgitter seine Erwartungen jedoch nach unten korrigiert. Die Umsatzprognose liegt nun leicht über 9,0 Milliarden Euro, nachdem zuvor ein Korridor von 9,0 bis 9,5 Milliarden Euro avisiert worden war. Beim EBITDA wird nun ein Wert zwischen 300 und 350 Millionen Euro erwartet – statt der bisherigen Zielmarke von bis zu 400 Millionen Euro. Auch der Verlust vor Steuern soll sich verringern und zwischen 100 und 50 Millionen Euro liegen, statt wie bisher zwischen 100 Millionen Euro Defizit und einem ausgeglichenen Ergebnis.
Mit einer spürbaren Erholung der Stahlpreise rechnet das Unternehmen frühestens 2026. Bis dahin dürfte die Nachfrage verhalten bleiben, was eine deutliche Besserung der Ertragslage begrenzt.
Die angepasste Prognose von Salzgitter spiegelt die anhaltenden Herausforderungen im Euro-Markt wider. Zwar zeigten die Ergebnisse des dritten Quartals erste Anzeichen einer Besserung, doch die Jahresprognose bleibt zurückhaltend. Eine breite Erholung bei Preisen und Nachfrage wird nicht vor 2026 erwartet.
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