Sachsen-Anhalt verzeichnet Rekordzuwachs bei ausländischen Arbeitskräften in fünf Jahren
Grzegorz LoosSachsen-Anhalt verzeichnet Rekordzuwachs bei ausländischen Arbeitskräften in fünf Jahren
Zahl der Unternehmen in Sachsen-Anhalt mit ausländischen Beschäftigten steigt stark an
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. Zwischen 2020 und 2025 begannen zusätzliche 3.492 Unternehmen, internationales Personal zu beschäftigen. Damit liegt das Bundesland bei der Zunahme ausländischer Beschäftigung an der Spitze Ostdeutschlands.
Im Jahr 2025 beschäftigten 11.539 Unternehmen in Sachsen-Anhalt mindestens eine ausländische Arbeitskraft – ein deutlicher Anstieg. Allein von Juni 2024 bis Juni 2025 stieg die Gesamtzahl der ausländischen Beschäftigten um 5.560. Im Vergleich zum Vorjahrzehnt beträgt das Wachstum sogar 308 Prozent.
Trotz dieses starken Zuwachses stellen drei Viertel der Betriebe im Land weiterhin keine Mitarbeiter aus dem Ausland ein. Nur jedes vierte Unternehmen beschäftigt derzeit ausländische Arbeitskräfte. Größere Betriebe sind dabei eher bereit, internationale Fachkräfte einzustellen, die mittlerweile fast 9 Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt ausmachen.
Die Geschäftsführerin der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen-Anhalt betont die Notwendigkeit, die Integration dieser Beschäftigten zu fördern. Die rasante Entwicklung bei der ausländischen Beschäftigung hebt das Land deutlich von seinen ostdeutschen Nachbarn ab.
Sachsen-Anhalt erlebt einen spürbaren Wandel in seiner Arbeitswelt, bei dem ausländische Mitarbeiter eine immer größere Rolle spielen. Das Land führt damit die Wachstumsstatistik in Ostdeutschland an – auch wenn die Mehrheit der Unternehmen diesem Trend noch nicht folgt. Behörden weisen weiterhin auf die Bedeutung einer gelingenden Integration der neuen Arbeitskräfte hin.
