19 April 2026, 16:29

Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer der Bundeswehr – doch die Aktie fällt

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige, die einen Soldaten in einem Helm und einem langen Mantel zeigt, der neben einem Mann mit einem Gewehr steht, beide mit entschlossener Miene, begleitet von Text.

Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer der Bundeswehr – doch die Aktie fällt

Renk, ein auf Antriebstechnik spezialisiertes Unternehmen aus Augsburg, hat einen Großauftrag für die Lieferung von Getrieben für die Puma-Schützenpanzer der Bundeswehr erhalten. Der Deal umfasst 213 Einheiten, deren Auslieferung Anfang 2026 beginnen soll. Trotz der positiven Nachricht gab der Aktienkurs des Unternehmens am Freitag nach – im Einklang mit einer allgemein vorsichtigen Marktstimmung.

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Der Auftrag sieht die Lieferung von 188 HSWL-256-Getrieben vor, die ab dem ersten Quartal 2026 ausgeliefert werden sollen. Weitere 25 Einheiten folgen zwischen Mitte 2027 und Ende 2030. Zudem wird die Renk-Tochter Horstman Group im Rahmen der Vereinbarung passende hydropneumatische Federungssysteme liefern.

Das Unternehmen verzeichnete zum Jahresende 2025 einen Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Renk mit einem Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und einem bereinigten Betriebsergebnis (EBIT) zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Rund 200 Millionen Euro dieses Ausblicks resultieren aus Auftragsverschiebungen aus dem Jahr 2025.

Trotz des starken Auftragsbestands verlor die Renk-Aktie am Freitag 3,12 Prozent und schloss bei 47,12 Euro. Dieser Rückgang setzt einen 30-tägigen Abwärtstrend fort, den Analysten eher auf technische Schwächen in den Chartverläufen als auf den neuen Großauftrag zurückführen.

Die ersten Getriebe werden der Bundeswehr Anfang 2026 übergeben, die letzte Charge soll bis Ende 2030 ausgeliefert werden. Renks finanzielle Perspektiven bleiben solide, gestützt durch einen hohen Auftragsbestand und wertvolle Verträge. Dennoch spiegelt die Marktstimmung diese Zuversicht bisher nicht wider – die Aktie steht weiterhin unter Druck.

Quelle