14 April 2026, 22:29

Rekord-Cannabis-Beschlagnahmungen 2025: Über 50 Tonnen vom Zoll sichergestellt

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit der Aufschrift "Legalise Cannabis Ireland" stehen, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

Rekord-Cannabis-Beschlagnahmungen 2025: Über 50 Tonnen vom Zoll sichergestellt

Deutschland beschlagnahmte im vergangenen Jahr eine Rekordmenge an Cannabis – allein der Zoll sicherte über 50 Tonnen. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber 2024 dar, als Polizei und Zoll gemeinsam etwa 24 Tonnen konfiszierten. Behörden führen den Anstieg auf veränderte Schmuggelrouten und die Auswirkungen der Teillegalisierung zurück.

Noch 2024 hatten Polizei und Zoll in gemeinsamen Einsätzen rund 24 Tonnen Cannabis beschlagnahmt. Doch bereits 2025 meldete der Zoll allein die Konfiszierung von mehr als der doppelten Menge – über 50 Tonnen. Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung deuten darauf hin, dass der starke Anstieg auf verschobene Schmuggelwege zurückzuführen ist, da sich die Händler an die neuen Regelungen anpassen.

Sicherheitsbehörden argumentieren, dass der drastische Anstieg der Beschlagnahmungen auf einen gewachsenen Schwarzmarkt hindeutet. Sie behaupten, die Teillegalisierung habe den illegalen Handel unbeabsichtigt angeheizt. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass der Gesamtkonsum von Cannabis seit der Gesetzesänderung nicht signifikant gestiegen ist.

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Unterdessen sind die Einfuhren von medizinischem Cannabis deutlich gestiegen, was die gestiegene legale Nachfrage widerspiegelt. Doch Jakob Manthey, Forscher am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung, geht davon aus, dass die Nachfrage auf dem illegalen Markt tatsächlich gesunken ist. Seine Erkenntnisse stehen im Widerspruch zu den Rekord-Beschlagnahmungszahlen und machen die Debatte noch komplexer.

Die widersprüchlichen Daten werfen Fragen nach den tatsächlichen Folgen der Teillegalisierung auf. Während die Beschlagnahmungen einen Höchststand erreichen, zeigen Studien einen stabilen Konsum und einen möglichen Rückgang der illegalen Nachfrage. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, während sich die Schmuggelmethoden weiterentwickeln.

Quelle