27 January 2026, 23:17

Rassistische Beleidigungen vor Braunschweiger Bar eskalieren nach 2.-Liga-Spiel

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Rassistische Beleidigungen vor Braunschweiger Bar eskalieren nach 2.-Liga-Spiel

Rassistischer Vorfall vor Braunschweiger Bar löst scharfe Kritik der Polizei aus

Ein rassistischer Zwischenfall vor einer Bar in Braunschweig am Samstagabend hat bei der örtlichen Polizei scharfe Verurteilung ausgelöst. Zwei Streifenwagen besetzten das Gebiet in der Nähe des Bohlwegs, wo sich Fußballfans nach einem Spiel der 2. Bundesliga versammelt hatten. Die Auseinandersetzung eskalierte, als ein betrunkener Mann Hassparolen gegen die Beamten richtete – die Polizei reagierte umgehend.

Der Vorfall begann, als ein sichtbar alkoholisierter 35-Jähriger in der Nähe der Bar den Spruch "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" skandierte. Die Beamten nahmen seine Personalien auf und erteilten ihm ein Hausverbot. Statt sich daran zu halten, lachte der Mann nur und zeigte sich weiter uneinsichtig.

Ein Begleiter des Mannes näherte sich daraufhin den Polizisten und beschimpfte einen 34-jährigen Beamten als "dreckigen Ausländer". Auch seine Daten wurden erfasst, und er erhielt ein Betretungsverbot für das Gebiet. Die Situation zog Schaulustige an, von denen einige versuchten, die Polizeiarbeit zu behindern und zu stören.

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Thomas Bodendiek, Leiter der Braunschweiger Polizeidirektion, verurteilte die rassistischen Beleidigungen auf das Schärfste. Er betonte, die Behörde stehe stolz zu ihrem vielfältigen Team, zu dem auch Kollegen mit Migrationshintergrund gehörten. Auch Markus Glomb, Leiter der Inspektion Braunschweig-Mitte, äußerte sich frustriert und stellte infrage, wie manche Menschen Demokratie verstehen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die angespannte Stimmung im öffentlichen Raum, besonders im Umfeld von Fußballspielen. Gegen die Beteiligten wurden formelle Maßnahmen eingeleitet, darunter die Erfassung der Personalien und Platzverweise. Die Behörden bekräftigten ihr Bekenntnis zum Schutz der Beamten und zur Verteidigung demokratischer Werte.