24 December 2025, 08:48

Pflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen

Ein Tisch mit einer weißen Decke, Tellern, Besteck, einem Glas und Baumzweigen, umgeben von Stühlen, mit einem grünen Tisch dahinter; ein Mann in einem schwarzen Blazer und eine Frau neben ihm, mit einer Ausgangstür und zwei Männern dahinter.

Pflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen - Pflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen

Ingrid Hartges, die Geschäftsführerin des Dehoga, hat sich zu zwei zentralen Themen der Gastronomiebranche geäußert. Sie unterstützt die neue „Aktivrente“ der Regierung, lehnt aber Pläne ab, die Barzahlungen bei Kleinstbeträgen verbieten wollen. Ihre Stellungnahme fällt in eine Zeit, in der Niedersachsen auf eine Pflicht zur Kartenzahlung in Cafés und Restaurants drängt.

Kritik übte Hartges an den Vorhaben, digitale Zahlungsmethoden für geringfügige Einkäufe zwingend vorzuschreiben. Sie argumentiert, dass die Gebühren für Kartenzahlungen bei kleinen Beträgen – etwa für Kaffee, Bier oder Eis – unverhältnismäßig hoch seien. Diese Position steht im Widerspruch zu den jüngsten Bestrebungen Niedersachsens, wonach alle Gastronomiebetriebe Kartenzahlungen anbieten müssen.

Eine Umfrage von Mastercard zeigt zwar, dass bereits fast 90 Prozent der Cafés und Restaurants Kartenzahlungen akzeptieren. Dennoch betont Hartges, dass eine Verpflichtung zu digitalen Zahlungen bei Kleinbeträgen sowohl Unternehmen als auch Kunden unnötig belasten würde. In einem anderen Punkt begrüßte sie hingegen die geplante „Aktivrente“ der Bundesregierung. Ab dem 1. Januar 2026 soll das Modell Rentnern Steuervergünstigungen bieten, wenn sie weiterarbeiten. Hartges sieht darin eine Chance für die Gastronomie: Die Regelung könnte Fachkräftemangel lindern und flexible Arbeitsmodelle für Beschäftigte wie Arbeitgeber ermöglichen.

Die Diskussion um digitale Zahlungspflichten in der Gastronomie bleibt weiterhin umstritten – Branchenvertreter und Landesregierungen liegen hier auf Konfrontationskurs. Gleichzeitig zielt die „Aktivrente“ darauf ab, Personalengpässe zu verringern, indem sie Rentner motiviert, länger im Berufsleben zu bleiben. Beide Themen werden die Zukunft der Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.

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