Pflegeversicherung: Höhere Beiträge für Besserverdiener geplant – Warken will 22-Milliarden-Defizit stoppen
Magdalena HertrampfPflegeversicherung: Höhere Beiträge für Besserverdiener geplant – Warken will 22-Milliarden-Defizit stoppen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne angekündigt, die Beiträge zur Pflegeversicherung zu erhöhen. Damit soll das wachsende Defizit im System bekämpft werden, das in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich über 22 Milliarden Euro betragen wird. Von den geplanten Änderungen werden auch Besserverdiener stärker belastet werden.
Das bestehende System der Pflegeversicherung kämpft seit Jahren mit steigenden Kosten. Die Ausgaben übersteigen kontinuierlich die Einnahmen, was das System laut Warken in einen „katastrophalen Zustand“ versetzt habe. Als Hauptgrund nannte sie die schrittweise Ausweitung der Leistungen durch frühere Regierungen, darunter die Einführung zweier neuer Pflegegrade.
Eine Rücknahme dieser Erweiterungen schloss Warken aus – mittlerweile gibt es fünf Unterstützungsstufen. Stattdessen setzt sie auf Reformvorschläge und Sparmaßnahmen. Ein detaillierter Plan soll bis Mitte Mai vorliegen, um weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden.
Eine zentrale Anpassung betrifft die Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt derzeit bei einem Bruttomonatsgehalt von 5.812 Euro; durch die Reform wird voraussichtlich ein größerer Teil der finanziellen Last auf Besserverdiener verlagert.
Ziel der Pläne der Ministerin ist es, die Pflegeversicherung zu stabilisieren, bevor sich das Defizit weiter vergrößert. Höherverdienende müssen künftig höhere Beiträge zahlen. Die endgültigen Reformen und ihre Auswirkungen auf die Beitragszahler werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.






