Peines Klärwerk wird klimaneutral: 60-Millionen-Projekt für mehr Energieeffizienz startet
Franjo HandePeines Klärwerk wird klimaneutral: 60-Millionen-Projekt für mehr Energieeffizienz startet
Klärwerk in Peine wird klimaneutral und effizienter: Großes Modernisierungsprojekt startet
Das Klärwerk in Peine steht vor einem umfassenden Umbau, um klimaneutral und leistungsfähiger zu werden. Das Projekt umfasst neue Biogasanlagen, Solaranlagen sowie den Ausbau der Infrastruktur. Die Arbeiten sollen zwischen 2027 und 2029 stattfinden, wobei die Verträge bis Dezember dieses Jahres finalisiert werden sollen.
Im Rahmen der Modernisierung werden veraltete Systeme durch zwei neue Faultürme, einen Gasspeicher und ein Technikgebäude ersetzt. Zudem wird eine Schlamm-eindickungsanlage installiert, um die Abfallverarbeitung zu optimieren. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Biogas-Effizienz zu steigern und strengere Umweltauflagen zu erfüllen.
Aktuell deckt das Klärwerk bereits mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs durch Biogas aus einem Blockheizkraftwerk. Die neue Biogasanlage wird die Erzeugung erneuerbarer Energien und die Kapazität zur energetischen Verwertung von Abfällen weiter erhöhen. Eine Solaranlage entsteht in zwei Abschnitten: 2026 geht eine 99-Kilowatt-Peak-Anlage in Betrieb, 2027 folgt eine weitere mit gleicher Leistung. Das 650.000-Euro-Projekt wird zusätzliche saubere Energie liefern und damit das Ziel der Klimaneutralität unterstützen.
Bevor die Bauarbeiten beginnen, muss das Gelände erweitert und als besonderes Gewerbegebiet für die Abwasserbehandlung ausgewiesen werden. Dafür sind Änderungen im Flächennutzungsplan, ein Bebauungsplan sowie wasserrechtliche Genehmigungen erforderlich. Die Gesamtkosten für die Biogas- und Infrastrukturmaßnahmen belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro, für die Erweiterung sind weitere 12,7 Millionen Euro veranschlagt.
Durch die Modernisierung wird das Klärwerk widerstandsfähiger und energetisch nahezu autark. Nach Abschluss soll die Anlage fast vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Peines Nachhaltigkeitszielen.






