Özdemir setzt auf Dialog mit der Autoindustrie – und bricht mit grüner Tradition
Grzegorz LoosÖzdemir setzt auf Dialog mit der Autoindustrie – und bricht mit grüner Tradition
Özdemir wirbt für Dialog mit der Autoindustrie
Teaser: Der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, warnt seine Partei davor, Unternehmen von der Debatte über die Zukunft der Automobilbranche auszuschließen.
"Ich werde alles dafür tun, dass das Auto der Zukunft in Untertürkheim, in Zuffenhausen, in Rastatt und in Neckarsulm vom Band rollt", sagte er am Sonntag auf dem Grünen-Parteitag in Hannover.
30. November 2025, 10:14 Uhr
Schlagwörter: Technologie, Politik und Gesetzgebung, Wirtschaftspolitik
Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat zu einer engeren Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie aufgerufen. Auf dem Parteitag in Hannover betonte er am 30. November 2025, dass Hersteller, Zulieferer und Beschäftigte gleichermaßen eine Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Sektors spielen müssten. Seine Äußerungen deuteten auf einen Kurswechsel hin – weg von Konfrontation, hin zu Kooperation mit den wichtigsten Industrieakteuren.
Özdemir machte deutlich, dass die Grünen mit der Branche zusammenarbeiten sollten, statt ihr Vorgaben zu machen. "Die Grünen gehören an die Seite derer, die die Industrie gestalten – nicht an die Stelle derer, die ihr sagen, was sie zu tun hat", erklärte er. Gleichzeitig warnte er davor, die Automobilhersteller in den Diskussionen über die Zukunft der Mobilität zu ignorieren.
Besonders hob er die Bedeutung der deutschen Automobil-Hochburgen hervor. Städte wie Wolfsburg, Ingolstadt und München müssten weiterhin zentrale Standorte der Fahrzeugproduktion bleiben, argumentierte er. Özdemir versprach, die Werke in Untertürkheim, Zuffenhausen, Rastatt und Neckarsulm zu unterstützen, und gelobte: "Die Autos der Zukunft werden dort vom Fließband rollen".
Sein Ansatz zielt auf Dialog und Partnerschaften ab. Ein künftiger Branchenpakt, so Özdemir, könne nur gelingen, wenn er Hersteller, Zulieferer und Belegschaften einbeziehe. Zwar nannte er keine konkreten Unternehmensvertreter, doch seine Rede unterstrich eine vermittelnde Haltung gegenüber der Wirtschaft.
Özdemirs Aussagen spiegeln das Bestreben wider, Umweltziele und industrielle Interessen in Einklang zu bringen. Durch Kooperation statt Konflikt will er die Rolle des Automobilsektors in der wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands sichern. Nun bleibt abzuwarten, wie sich diese Vorschläge bis zur Landtagswahl in konkrete Politik umsetzen lassen.






