Osnabrücks vergessene Helden: Wie Josef Burgdorf gegen die Nazis kämpfte
Elfie ZiegertOsnabrücks vergessene Helden: Wie Josef Burgdorf gegen die Nazis kämpfte
Öffentlicher Vortrag über den Osnabrücker Widerstand gegen den Nationalsozialismus am 29. Januar um 18:30 Uhr
Am 29. Januar um 18:30 Uhr findet in der Villa im Museumsquartier ein öffentlicher Vortrag über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Osnabrück statt. Die Historiker Heiko Schulze und Martina Sellmeyer leiten die Diskussion, die sich mit der Untergrundgruppe um den sozialdemokratischen Redakteur Josef Burgdorf befasst.
Josef Burgdorf arbeitete vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten als Redakteur bei der Tageszeitung Freie Presse. Unter dem Pseudonym "ILEX" entwickelte er sich zu einem der schärfsten Kritiker des Nationalsozialismus in Osnabrück. Nach der Machtübernahme der Nazis im Februar 1933 ging Burgdorf in den Untergrund und organisierte ein Widerstandsnetzwerk in der Region.
Der Vortrag ist Teil der Reihe "Topographien des Terrors", die sich anhand lokaler Fallbeispiele mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzt. Diese Ausgabe beleuchtet zudem übergeordnete Themen, darunter die Auswirkungen von Diktaturen auf demokratische Gesellschaften. Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Veranstaltung kostenfrei.
Die Villa im Museumsquartier bietet den Besuchern die Gelegenheit, mehr über Burgdorfs Rolle im Kampf gegen das NS-Regime zu erfahren. Schulze und Sellmeyer präsentieren historische Dokumente und Zeitzeugenberichte aus der Widerstandsbewegung.
Im Mittelpunkt des Abends stehen Burgdorfs Bemühungen, die autoritäre Herrschaft während der NS-Zeit herauszufordern. Die Veranstalter möchten historische Widerstandsbewegungen mit aktuellen Debatten über Demokratie und Freiheit verknüpfen. Karten sind noch erhältlich.






