19 March 2026, 14:42

Osnabrücks Stadtwald wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines grünen, blättrigen Baumes mit der fett gedruckten Überschrift "Waldgärtnern" darüber.

Osnabrücks Stadtwald wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Der Osnabrücker Stadtwald Natruper Holz durchläuft einen tiefgreifenden Wandel, um widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu werden. Auf einer Fläche von 220 Hektar – das entspricht 314 Fußballfeldern – entsteht ein klimatoleranter Mischwald aus Laubbäumen, der Dürreperioden und steigende Temperaturen besser überstehen soll. Die Verantwortlichen setzen dabei auf heimische Baumarten und reduzieren schrittweise weniger angepasste, nicht-einheimische Gewächse.

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Im Mittelpunkt des Projekts stehen vier heimische Arten: Stiel-Eiche, Buche, Vogel-Kirsche und Ahorn. Diese Bäume werden gezielt gefördert, da sie sich besser an veränderte Klimabedingungen anpassen können. Gleichzeitig werden nicht-heimische Arten wie Roteiche und Fichte nach und nach entfernt, um Platz für klimaresistente Laubbäume zu schaffen.

Alte, kräftige Bäume mit weitreichenden Kronen bleiben erhalten, um die natürliche Verjüngung des Waldes zu unterstützen. Eine gestaffelte Altersstruktur sorgt zudem für eine kontinuierliche Erneuerung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wasserrückhalt: Mulden, Gräben und kontrollierte Überflutungszonen helfen, die Bodenfeuchtigkeit auch in Trockenphasen zu bewahren. Diese Maßnahmen fördern das Baumwachstum und mindern Dürrestress.

In den zentralen Waldbereichen bleiben Habitatbäume und Totholz erhalten, um die biologische Vielfalt zu stärken. Besonders die Eiche steht im Fokus – sie beherbergt mehr Insektenarten als jeder andere heimische Baum, sieht sich aber durch die schattenverträgliche Buche zunehmend in Konkurrenz gesetzt. Durch die Schaffung von Mischwäldern will die Stadt die Eichenbestände schützen und gleichzeitig die ökologische Diversität insgesamt erhöhen.

Ein einheitlicher Ansatz funktioniert im gesamten Wald nicht. Jeder Abschnitt erfordert maßgeschneiderte Maßnahmen, die Holzproduktion, Kohlenstoffspeicherung, Lebensräume für Wildtiere und die Naherholung in Einklang bringen. Langfristiges Ziel ist ein strukturreicher Wald, der sowohl Naturschutz- als auch Klimaschutzanforderungen gerecht wird.

Die gemeinsame Initiative der Osnabrücker Naturschutz- und Forstbehörde sowie der Stadtwerke sichert das langfristige Überleben des Waldes. Durch die Kombination aus heimischen Baumarten, Wassermanagement und Artenschutz wird der Natruper Holz auf zukünftige Umwelt Herausforderungen vorbereitet. Gleichzeitig bleibt er als wichtiger grünen Rückzugs- und Erholungsraum für die Bevölkerung erhalten.

Quelle