Osnabrücks Friedensteinstag: Bunter Steckenpferd-Umzug für Kinder und Tradition
Grzegorz LoosOsnabrücks Friedensteinstag: Bunter Steckenpferd-Umzug für Kinder und Tradition
Osnabrück feiert den jährlichen Friedensteinstag mit traditionellem Steckenpferd-Umzug durch die Innenstadt
Am Donnerstag, dem 9. Oktober, wird Osnabrück seinen alljährlichen Friedensteinstag mit einem farbenfrohen Steckenpferd-Umzug durch das Stadtzentrum begehen. Die Veranstaltung, deren Ursprung bis ins Jahr 1948 zurückreicht, erinnert an den 300. Jahrestag des Westfälischen Friedens. Kinder aus ortsansässigen Schulen nehmen teil und reiten auf selbstgebastelten Steckenpferden in einem lebhaften Umzug, angeführt von Bürgermeisterin Katharina Pötter.
Die Tradition des Steckenpferd-Reitens begann jedoch bereits viel früher – im Nürnberg der 1650er-Jahre, wo Jungen damit um ein "Friedensmahl" baten. Osnabrück übernahm den Brauch 1948 auf Initiative des Stadtarchivars Ludwig Bätje. Seit 1953 wird damit an die Verkündung des Westfälischen Friedens am 25. Oktober 1648 erinnert.
In diesem Jahr startet der Umzug um 17:30 Uhr und zieht sich durch die Straßen bis zu den Stufen des Rathauses. Dort empfängt die Bürgermeisterin die Kinder und verteilt Brezeln. Im Anschluss erwartet die Besucher auf dem Marktplatz ein buntes Programm mit Feuershow, Theateraufführung und Gemeinschaftsgesang. Den Abschluss bildet eine Lichtinstallation, organisiert vom Kulturbüro der Stadt. Über die Jahre hat sich die Veranstaltung zu einem beliebten Kinderfest entwickelt, das jungen Teilnehmenden die Werte von Frieden und Toleranz vermittelt.
Der Friedensteinstag bleibt eine centrale Tradition in Osnabrück, die Geschichte mit gemeinschaftlichem Feiern verbindet. Die Einbindung der Kinder in den Umzug und die Aktivitäten unterstreicht die Botschaft des friedlichen Miteinanders. Die abschließende Lichtinstallation bildet den Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeiten.






