Osnabrücker Polizei kontrolliert: Jeder Dritte ohne Sicherheitsgurt unterwegs
Elfie ZiegertOsnabrücker Polizei kontrolliert: Jeder Dritte ohne Sicherheitsgurt unterwegs
Osnabrücker Polizei beteiligt sich an europaweiter Anschnall-Aktion
Vom 10. bis 16. März 2025 nahm die Polizei Osnabrück an einer europaweiten Kampagne zur Verbesserung der Anschnallquote teil. Die unter dem Namen "Gurt an!" durchgeführte Initiative hatte zum Ziel, zu überprüfen, ob Autofahrer und Mitfahrer die Sicherheitsvorschriften einhalten. Beamte kontrollierten im gesamten Stadtgebiet über 600 Fahrzeuge – dabei lag der Fokus sowohl auf den Gurtpflichten für Erwachsene als auch auf der korrekten Sicherung von Kindern.
Die Aktion wurde im Rahmen von ROADPOL organisiert, einem Netzwerk europäischer Verkehrspolizeien, das sich für die Reduzierung von Verkehrsunfällen einsetzt. Die Osnabrücker Beamten setzten dabei besonders auf Aufklärung: Sie erklärten, warum Sicherheitsgurte und Kindersitze lebenswichtig sind, und wiesen Erwachsene auf ihre gesetzliche Pflicht hin, Kinder ordnungsgemäß zu sichern.
Bei den Kontrollen zeigte sich, dass etwa jedes dritte Fahrzeug gegen die Anschnallpflicht verstieß. Viele Fahrer und Beifahrer waren trotz langjähriger gesetzlicher Vorgaben nicht angeschnallt. Zudem wurden Kinder ohne geeignete Rückhaltesysteme transportiert – was sie einem erhöhten Risiko aussetzt.
Die verstärkten Kontrollen fanden kurz nach Amtsantritt des neuen Osnabrücker Polizeichefs Friedo de Vries im Jahr 2025 statt. Er folgte auf den in den Ruhestand gegangenen Polizeipräsidenten Maßmann und führt die Behörde in ihrem Engagement für mehr Verkehrssicherheit fort. Die Beamten betonten, dass Sicherheitsgurte nicht nur den Träger schützen, sondern auch die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer verringern.
Die Kampagne machte deutlich, dass die Einhaltung der Gurtpflicht trotz jahrzehntelanger Gesetze weiterhin ein Problem darstellt. Die Polizei dokumentierte zahlreiche Verstöße, die zeigen, dass viele die grundlegendsten Sicherheitsmaßnahmen ignorieren. Die Ergebnisse sollen in zukünftige Kontrollstrategien und Aufklärungskampagnen in der Region einfließen.






