22 January 2026, 13:25

Olaf Lies kritisiert EU-Entscheidung: Mercosur-Abkommen in der Warteschleife

Eine Europakarte mit in Blau hervorgehobenen Provinzen und dem Text "Nixos Europe" in der linken oberen Ecke.

Lies: "Niedersächsische Wirtschaft braucht Mercosur" - Olaf Lies kritisiert EU-Entscheidung: Mercosur-Abkommen in der Warteschleife

Der vorgeschlagene EU-Mercosur-Handelsvertrag steht erneut in der Kritik – diesmal von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies. Zwar befürwortet er das Abkommen, doch hinterfragt er die Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Vertragstext zur Prüfung an den Gerichtshof der Europäischen Union zu verweisen und damit zu verzögern. Bei einer Genehmigung würde das Abkommen eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen.

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Das EU-Mercosur-Abkommen zielt darauf ab, Zölle abzubauen und Handelsbarrieren zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Block – zu dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehören – zu beseitigen. Befürworter argumentieren, dass es den Waren- und Dienstleistungshandel zwischen beiden Regionen deutlich steigern würde.

Olaf Lies setzt sich seit Langem für eine zügige Umsetzung des Vertrags ein. Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen betonte er, wie wichtig zuverlässige Handelspartner heute seien. Gleichzeitig äußerte er jedoch Frustration über das Fehlen eines klaren Zeitplans für die Prüfung durch den Gerichtshof und bezeichnete die Verzögerung als unnötig.

Die Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Vertrag dem Gericht vorzulegen, stößt bei Lies auf Kritik. Er sieht darin eine zusätzliche Unsicherheit. Maroš Šefčovič, der für das Abkommen zuständige EU-Handelskommissar, steht nun vor der Aufgabe, diese juristische Prüfung zu begleiten, bevor Fortschritte möglich sind.

Solange der Gerichtshof der EU die rechtlichen Rahmenbedingungen prüft, bleibt das Abkommen in der Schwebe. Ohne festen Zeitrahmen müssen Unternehmen und Politiker abwarten, wann – oder ob – der Handelsvertrag vorankommt. Lies’ Bedenken unterstreichen die weitreichenden wirtschaftlichen Folgen, die mit der Verzögerung verbunden sind.