Nordhorn gedenkt der NS-Opfer mit bewegender Feier in der Kreuzkirche
Franjo HandeNordhorn gedenkt der NS-Opfer mit bewegender Feier in der Kreuzkirche
In Nordhorn fand eine feierliche Gedenkveranstaltung zum jährlichen Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes statt. In der Kreuzkirche versammelten sich Anwohner, Schülerinnen und Schüler sowie ein Überlebender des Holocaust, um der Menschen zu gedenken, die während der Schoa ihr Leben verloren.
Moderatorin Marianne Schnelle eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden, bevor eine Reihe von Ehrungen begann.
Bürgermeister Thomas Berling richtete in einer Gedenkrede das Wort an das Publikum und betonte die Notwendigkeit, sich an die Massenmorde unter dem NS-Regime zu erinnern. Seine Worte prägten den Abend, der im Zeichen der Reflexion und Aufklärung stand.
Anschließend teilte der Holocaust-Überlebende Lodewijk van Mourik seine persönliche Geschichte und schilderte die Erlebnisse seiner Familie während der Schoa. Sein Zeugnis schuf eine direkte Verbindung zu den historischen Gräueltaten, derer an diesem Abend gedacht wurde.
Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule bereicherten die Veranstaltung mit einem Theaterstück. Zudem präsentierten sie ein Video mit fiktiven Postkarten, verfasst aus der Perspektive lokaler NS-Opfer. Die kreativen Beiträge sollten die Schicksale der Verfolgten greifbarer machen.
Musikerinnen und Musiker der Nordhorner Musikschule begleiteten die Veranstaltung mit ihren Darbietungen und setzten die Reden und Aufführungen in einen berührenden musikalischen Rahmen. Ihre Klänge unterstrichen die emotionale Tiefe des Abends.
Lokale Initiativen wie der Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nordhorn organisierten die Veranstaltung im Rahmen ihrer fortlaufenden Bemühungen, der mehr als 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintizze und Romnja zu gedenken, die zwischen 1941 und 1945 aus Norddeutschland deportiert wurden. Zwar sind die genauen Opferzahlen aus Nordhorn nicht dokumentiert, doch die Gedenkfeier stellte sicher, dass ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.
Die Veranstaltung in der Kreuzkirche endete mit dem erneuten Bekenntnis, das Andenken an die Opfer zu bewahren. Durch Zeitzeugengespräche, Schüleraufführungen und musikalische Würdigungen unterstrich die Feier die Bedeutung von Bildung und Erinnerung. Künftige Gedenkveranstaltungen werden das Andenken an die Opfer des NS-Regimes in Nordhorn und darüber hinaus weiter wachhalten.






