16 March 2026, 10:31

Nordderby unter Hochspannung: Ministerin fordert mehr Verantwortung von Ultra-Fans

Ein Fussballspiel in einem Stadion mit Spielern in Sportkleidung und Helmen auf dem Feld, Zuschauern, Geländern und Tafeln mit Text im Hintergrund.

Innenministerin: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Nordderby unter Hochspannung: Ministerin fordert mehr Verantwortung von Ultra-Fans

Vor dem mit Spannung erwarteten Nordderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens die Stadionsecurity an die Spitze ihrer Prioritätenliste gesetzt. Die für Freitag, 18:30 Uhr, in der Landeshauptstadt anstehende Partie hat Forderungen nach schärferen Maßnahmen gegen Fangewalt laut werden lassen.

Behrens betont, dass Gewalt in der Fankultur keinen Platz habe und von den Stadionbesuchern nicht geduldet werden dürfe. Sie setzt sich für strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Risikospielen ein – eine Haltung, die ihr bei manchen Anhängern den Ruf einer Gegnerin eingebracht hat. Ihre jüngste Forderung richtet sich an die Ultra-Gruppen: Sie sollen Verantwortung übernehmen und gewaltbereite Personen in den eigenen Reihen selbst identifizieren und stellen.

Falls die Fanorganisationen das Problem nicht in den Griff bekommen, warnt Behrens, könnten Politiker und Fußballverbände eingreifen. Gleichzeitig hinterfragt sie die langfristige Machbarkeit des Einsatzes von bis zu 2.000 Beamten für ein einziges Spiel. Im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen wie dem Maschseefest argumentiert sie, dass ein solcher Polizeiaufwand weder praktikabel noch nachhaltig sei.

Ihr Ziel ist es, die Polizeipräsenzen in den Stadien während der Spiele zu verringern. Dafür fordert sie von den Fangruppen einen Mentalitätswandel und aktives Engagement gegen gewalttätige Vorfälle.

Das Derby steht unter besonderer Beobachtung, während Behrens auf mehr Eigenverantwortung der Fans pocht. Sollten die Fangruppen die Gewalt nicht eindämmen, bleibt ein weiteres Eingreifen der Behörden eine Option. Die Ministerin setzt darauf, die Sicherheit zu gewährleisten, ohne sich allein auf großangelegte Polizeieinsätze zu verlassen.

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