26 March 2026, 18:31

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleistungen boomen, Industrie und Energie leiden

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleistungen boomen, Industrie und Energie leiden

Niedersachsens Wirtschaft zeigte 2024 gemischte Ergebnisse mit einem deutlichen Wandel hin zu Dienstleistungen

Während der Gesamtumsatz der Unternehmen um 1,8 Prozent auf rund 746 Milliarden Euro sank, verzeichneten einige Branchen ein Wachstum. Auch die Zahl der Betriebe im Land stieg leicht um 0,6 Prozent auf 276.260.

Am stärksten betroffen war der Energiesektor, dessen Erlöse um 17 Prozent einbrachen. Auch die Industrie kämpfte mit Rückgängen: Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe sank um 5,5 Prozent, wobei der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung zu den am härtesten getroffenen Bereichen zählten.

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Dagegen entwickelten sich dienstleistungsorientierte Branchen positiv. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen verzeichneten deutliche Umsatzzuwächse. Diese Gewinne reichten jedoch nicht aus, um die Verluste in Produktion und Handel auszugleichen.

Bundesweit hatten energieintensive Sektoren mit Herausforderungen zu kämpfen: Mehr als die Hälfte der Chemieunternehmen und fast die Hälfte der Elektronikhersteller meldeten Wettbewerbsnachteile. Zwar lagen keine spezifischen Vergleichsdaten für Niedersachsen vor, doch spiegelte sich hier der allgemeine Trend der deutschen Industrie wider.

Die Zahlen unterstreichen die wachsende Abhängigkeit Niedersachsens von Dienstleistungen. Trotz des Anstiegs der Betriebszahlen und der Umsätze im Dienstleistungssektor belasteten die deutlichen Rückgänge in Energie und Industrie die Gesamtbilanz stark. Die wirtschaftliche Zukunft der Region hängt nun mehr denn je von der Entwicklung ihrer Dienstleistungsbranchen ab.

Quelle