04 February 2026, 13:26

Niedersachsens Nahverkehr kämpft um Überleben – drohen massive Streichungen?

Eine alte Karte des Königreichs Sachsen, Deutschland, mit sichtbaren Provinzen von Bayern und Bayern, auf Papier gedruckt mit detailliertem Text über die Region.

Niedersachsens Nahverkehr kämpft um Überleben – drohen massive Streichungen?

Öffentlicher Nahverkehr in Niedersachsen steht vor schwerer Finanzkrise

Nach Angaben regionaler Verkehrsverbände steht der öffentliche Nahverkehr in Niedersachsen vor einer schweren Finanzkrise. Ohne sofortiges Handeln drohen demnach flächendeckende Kürzungen bei Bus- und Bahnverbindungen im gesamten Bundesland. Die Verbände haben nun einen offiziellen Appell gestartet, um das System langfristig zu sichern.

Gefordert wird eine deutliche Erhöhung der finanziellen Unterstützung. Bis 2028 soll die Pro-Kopf-Förderung von derzeit 15 Euro auf 50 Euro steigen. Diese Forderung ist Teil eines umfassenden "Fünf-Punkte-Appells", der den öffentlichen Nahverkehr stabilisieren und modernisieren soll.

Darüber hinaus setzen sich die Verbände für eine langfristige Absicherung des Germany-Tickets, des bundesweit günstigen Nahverkehrs-Tarifs, ein. Zudem fordern sie eine vollständige Strategie zur Modernisierung des gesamten Verkehrsnetzes in Niedersachsen. Ohne diese Maßnahmen, so die Warnung, werde sich die Qualität der Angebote weiter verschlechtern.

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Die Alarmrufe passen in ein bundesweites Bild: Eine aktuelle Bundesauswertung zum Germany-Ticket zeigt, dass ab 2025 – nach Auslaufen der Pandemie-Hilfen – mit erheblichen Finanzlücken zu rechnen ist. Gleichzeitig droht dem Bremer Verkehrsverbund bis 2040 ein jährliches Defizit von 500 Millionen Euro – doppelt so viel wie heute.

Die Verbände betonen, dass ein zuverlässiger Nahverkehr entscheidend ist für die Wirtschaftskraft der Region, soziale Gerechtigkeit und die Klimaziele. Sie bestehen darauf, dass sofortige Investitionen nötig sind, um Streckenstilllegungen zu verhindern und die Anbindung in ganz Niedersachsen zu erhalten.

Die geforderte Mittelaufstockung soll bestehende Linien sichern und das Netz ausbauen. Bei einer Bewilligung würde die Erhöhung helfen, die täglichen Verkehrsleistungen zu stabilisieren, auf die Millionen Menschen angewiesen sind. Die Landesregierung hat sich bisher noch nicht zu dem detaillierten Appell der Verbände geäußert.