Niedersachsens Krankenhäuser kämpfen mit Gewalt, Kosten und Bürokratie-Kollaps
Niedersachsens Krankenhäuser kämpfen mit Gewalt, Kosten und Bürokratie-Kollaps
Krankenhäuser in Niedersachsen leiden unter steigender Gewalt, explodierenden Kosten und überbordender Bürokratie
Eine aktuelle Umfrage des Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) zeigt: Drei Viertel der Einrichtungen rechnen für 2025 mit Verlusten oder bestenfalls einem ausgeglichenen Haushalt. Viele fürchten zudem, dass sich die Lage bis 2026 weiter verschärft – mit noch mehr Aggression gegen Mitarbeiter und wachsendem Verwaltungsaufwand.
Die zwischen August und September 2025 durchgeführte NKG-Erhebung basiert auf Angaben von 130 der 161 zugelassenen Krankenhäuser in der Region. Demnach haben 72 Prozent der Häuser in den vergangenen fünf Jahren einen Anstieg verbaler oder körperlicher Angriffe auf das Personal verzeichnet. Als Reaktion setzen viele Kliniken auf Deeskalationstrainings und andere präventive Maßnahmen, um ihre Beschäftigten zu schützen.
Fast alle Befragten berichten zudem von einem deutlichen Anstieg an Dokumentations- und Meldepflichten, was die Zeit für die Patientenversorgung stark einschränkt. Gleichzeitig geben 75 Prozent der Häuser an, die steigenden Personalkosten und Materialausgaben nicht mehr über die regulären Einnahmen decken zu können. Diese finanzielle Belastung führt dazu, dass drei von vier Krankenhäusern für 2025 Verluste oder im besten Fall einen ausgeglichenen Haushalt erwarten. Für 2026 rechnet sogar jedes dritte Haus mit einer noch düsteren wirtschaftlichen Perspektive. Die NKG fordert nun die Politik auf, mit gezielten Hilfen einzugreifen – etwa durch Förderung von Sicherheitsvorkehrungen, Schulungen für Mitarbeiter und schärfere gesetzliche Konsequenzen für Gewalttäter gegen medizinisches Personal.
Die Umfrage zeichnet das Bild einer Krise: steigende Gewalt, nicht mehr tragbare Kosten und ein Ersticken unter Bürokratie prägen den Krankenhausalltag in Niedersachsen. Da viele Einrichtungen bereits jetzt kämpfen, um ihre Finanzen im Griff zu behalten, zielt der Appell der NKG darauf ab, die Belastung für das Personal zu verringern und die Zukunft der Patientenversorgung in der Region zu sichern.
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