29 January 2026, 17:47

Niedersachsens Kommunen bangt um letzte Streusalzreserven im Winter

Eine von Schnee bedeckte Stadtstraße mit zahlreichen parkenden Autos, Gebäuden, Bäumen und anderen Objekten auf der linken Seite und mehr Gebäuden, Bäumen und Drähten im Hintergrund.

Salzlieferant: Vorräte gehen schnell zur Neige - Niedersachsens Kommunen bangt um letzte Streusalzreserven im Winter

Streusalzvorräte in Teilen Niedersachsens erreichen bedenklich niedrige Bestände

In diesem Winter gehen in weiten Teilen Niedersachsens die Streusalzreserven gefährlich zur Neige. Durch den hohen Verbrauch und unerwartete Engpässe kämpfen viele Kommunen darum, ihre Lager wieder aufzufüllen. Der angespannte Markt führt zu Lieferverzögerungen – einige Städte und Gemeinden sitzen auf minimalen Beständen, gerade jetzt, wo die Nachfrage stark ansteigt.

Laut der Bremer Brüning Group haben die Auslieferungen in dieser Saison die Gesamtmenge des Vorjahres bereits um über 100 Prozent übertroffen. Viele Kommunen hatten mit einem milderen Winter gerechnet, weshalb die vorhandenen Vorräte schneller aufgebraucht wurden als geplant.

Der Deutsche Städtetag betont zwar, dass die lokalen Behörden grundlegend gut vorbereitet seien. In den meisten Gebieten werden die Straßen weiterhin zügig geräumt. Dennoch zwingen vereinzelte Engpässe einige Kommunen dazu, auf Alternativen wie Splitt umzusteigen, wenn das Salz ausgeht.

Eine technische Störung bei einem nicht namentlich genannten Lieferanten in Alfeld (Leine) hatte zu Verzögerungen geführt, mittlerweile laufen die Lieferungen jedoch wieder. Gleichzeitig kämpfen Speditionen in Göppingen seit Anfang Dezember 2025 damit, die Nachfrage zu decken. Die Hersteller richten Förderung und Lagerung in der Regel am durchschnittlichen Winterbedarf aus – bei extremen Wetterbedingungen bleibt kaum Spielraum für Anpassungen.

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Da sich die Lieferzeiten verlängern und die Reserven schrumpfen, bleibt die Lage für viele Regionen angespannt. Die Kommunen versuchen, sich wo möglich anzupassen, doch die Belastung der Lieferketten lässt weitere Verzögerungen erwarten. Die aktuellen Engpässe zeigen, wie schnell Wetterkapriolen selbst gut durchdachte Winterpläne überfordern können.